Es stand auf “Lost in EUrope”

Man soll sich ja nicht selbst loben. Aber “Lost in EUrope” ist bei Europathemen oft früher dran als andere – und unsere Analysen sind gar nicht so daneben. Drei aktuelle Beispiele.

Fangen wir mit dem deutschen EU-Vorsitz an. Kanzlerin Merkel und ihre Minister fänden sich nach drei Monaten “in the middle of nowhere” wieder, hieß es Anfang Oktober in diesem Blog, Erfolge fehlten.

Zwei Wochen später schreibt Th. Sommer in der “Zeit”:

Es ist dreieinhalb Monate her, dass die Bundesrepublik die rotierende Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernahm; mehr als die Hälfte der sechsmonatigen deutschen Amtszeit ist verstrichen. Viel hat die Bundeskanzlerin bisher nicht vorzuweisen. Corona hat alle hehren Vorsätze und Ansätze zunichte gemacht.

Quelle: Die Zeit

Auch über die deutsche “Corona-Präsidentschaft” haben wir uns in diesem Blog immer wieder mokiert – weil sie zu wenig gegen die Krise und ihre Folgen tut. Die zweite Welle wurde verschlafen, die Wirtschaft leidet.

Nun schreibt G. Blume ebenfalls in der “Zeit”:

Hilfen gegen eine EU-weite Rezession müssen jetzt ausgezahlt werden, sagen Ökonomen. Doch ausgerechnet die deutsche Ratspräsidentschaft scheint die Krise zu verschlafen.

Quelle: Die Zeit

Ein drittes Beispiel gefällig? Im Streit um den Post-Brexit-Vertrag könne es ein “Weiter so” nicht geben, schrieben wir am Montag, zwischen Brüssel und London sei etwas zerbrochen.

Ganz ähnlich klingt es nun beim FOCUS-Online-Experten C.-O. Schickentanz. Boris Johnson unter Zugzwang: Ein “Weiter so” kann es nicht geben, schreibt er auf dem Finanzportal “Finanzen100”.

Auch er schildert mehrere Optionen – wie wir in “Muß es immer Freihandel sein?”. Schließlich gehörte es von Anfang an zu unserem Credo, dass wir in diesem Blog auch Alternativen aufzeigen wollen.

Damit scheinen wir nicht völlig falsch zu liegen…

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