Energiekrieg: Ukrainische Angriffe treffen “verständnisvolle” Alliierte

Die Ukraine hat ihren Energiekrieg gegen Russland massiv ausgeweitet. Bei Angriffen auf Energieanlagen an der Ostsee wurden auch verbündete EU-Staaten im Baltikum getroffen – doch die zeigen sich überaus verständnisvoll, um nicht zu sagen willig.

Der jüngste ukrainische Angriff zog auch die baltischen Staaten Estland und Lettland und damit enge Verbündete Kiews in Mitleidenschaft. Wie die Regierungen in Tallinn und Riga mitteilten, drangen ukrainische Drohnen in den Luftraum ihrer Länder ein. Verletzte gab es nicht.

In Estland traf die Drohne einen Schornstein des Kraftwerks Auvere, das am Grenzfluss Narwa zu Russland liegt. In Lettland wurde nach Militärangaben ein Flugobjekt per Radar erfasst, das später in Nähe des Dorfes Dobricina in der Gemeinde Kraslava von selbst explodiert sei. 

Regierung und Streitkräfte der baltischen  EU- und Nato-Mitglieder betonten, dass nicht Estland und Lettland Ziel des Drohnenangriffs gewesen seien. Die Drohnen seien “fehlgeleitet”, hieß es.

Wird das Baltikum bewußt genutzt?

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Wirklich? Es sieht doch eher so aus, als seien die ukrainischen Angriffe bewußt über das Baltikum geführt worden, um die russische Luftabwehr auszutricksen. Einige Drohnen erreichten offenbar ihr Ziel.

Wenn dem so wäre, so hätte der Energiekrieg eine neue Dimension erreicht – er würde über EU-Territorium geführt, womöglich mit Wissen oder sogar Billigung von EU-Mitgliedsländern. Estland scheint durchaus willig:

„Das ist eine direkte Konsequenz des aggressiven russischen Angriffskrieges“, schrieb der estnische Außenminister Tsakhna im Netzwerk X. Auf “fehlgeleitete” russische Drohnen hätte er sicher anders reagiert!

Als eine russische Drohne, die vermutlich von der ukrainischen Abwehr von ihrem Kurs abgelenkt wurde, im letzten Jahr in Polen landete, wäre fast der Nato-Bündnisfall ausgerufen worden…

Siehe auch “EUropa führt einen Energiekrieg gegen Putin – zur Unzeit”. Mehr zum Krieg um die Ukraine hier

P.S. Kanzler Merz hat erklärt, daß der deutsche “Taurus” nicht mehr gebraucht werde, da die Ukraine mittlerweile über eigene Langstreckenwaffen verfüge. Das klingt fast, als wolle er die Angriffe an der Ostsee loben…