Eine fahrlässige Absage an die Diplomatie
Der Krieg um die Ukraine ist weiter eskaliert – mit Drohnen-Vorfällen im Baltikum und in Rumänien, die die Nato auf den Plan gerufen haben. Zugleich rückt eine diplomatische Lösung in weite Ferne – die EU setzt auf “Stärke” und lehnt Verhandlungen mit Russland ab.
English version here (Link to Substack)
An der jüngsten Eskalation geben die EUropäer allein Russland die Schuld. Allerdings legen sie unterschiedliche Maßstäbe an. Wenn ukrainische Drohnen im Baltikum niedergehen, soll Moskau dafür ebenso verantwortlich sein wie für russische Drohnen, die von der Ukraine umgelenkt werden.
So geschehen in Rumänien. “A Russian drone that hit a residential building changed its flight path after it had likely been struck by air defense over the Ukrainian city of Reni”, sagte Präsident Dan. Dennoch tun alle so, als habe Russland auf Rumänien gezielt. Die EU forderte eine harte Antwort.
Deutschland verweigert Gespräche
Blei liegt in der Luft, zumal der russische Scharfmacher Medwedew mit ähnlichen “Vorfällen” drohte. „Der friedliche Schlaf ist vorbei”, warnte er. Besonders brenzlig wird die Lage, weil US-Präsident Trump nicht mehr vermittelt und es keinen direkten Draht zwischen Brüssel und Moskau gibt.
Bei einem Außenminister-Treffen auf Zypern wurde zwar über mögliche diplomatische Demarchen gesprochen. Doch am Ende konnten sich die EUropäer nicht einmal dazu durchringen, einen Russland-Gesandten zu nominieren. Die EU erteilte der Diplomatie erneut eine Absage.
Deutschland gab bei dieser fatalen Entscheidung offenbar den Ausschlag. Außenminister Wadephul hielt es nicht einmal für nötig, an dem informellen Treffen auf Zypern teilzunehmen. Die “führende Rolle” des größten EU-Landes beschränkt sich auf Aufrüstung und Gesprächs-Verweigerung.
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2. Juni 2026 @ 20:40
Für mich ist längst klar wo die Kriegstreiber sitzen. Ich hoffe, dass die Jugend erkennt, dass dieser Hass und die Aufrüstung sicher zu weiterer Not und Elend in der Ukraine und folgend in unserem eigenen Land führen. Dafür soll auch noch kräftig gezahlt und gedient werden. Schon jetzt bezahlen die Bürger diesen Irrsinn mit dem ständigen Abbau ureigenster Aufgaben des Staates wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Rente, Verkehrsprojekte und Infrastruktur.
Liebe Jugend lasst euch nicht länger verarschen. Die dafür auszugebenden Gelder kommen nicht von den Politikern. Das sind die Steuern und Beiträge von euren Eltern und von euch selbst. Ihr schuldet also dem Staat und diesen Politikern gar nichts. Die lassen sich ihr angebliches Dienen fürs Volk sehr gut bezahlen.
Wir sollten wieder ein Volk der guten Nachbarn werden. Dann haben wir auch einen Großteil der finanziellen Probleme gelöst. Das geht aber nur mit Diplomatie, nicht mit Kriegsgeheul.
2. Juni 2026 @ 11:39
Douglas McGregor hat gestern auf dem YouTube Kanal von judging freedom eine Rede an das amerikanische Volk gehalten. Titel “Wozu das alles?”.
Leider hätte es nicht denselben Effekt wenn Herr Kujat so eine Rede hielte. Dazu sind die Deutschen zu verpeilt.
Die Regierenden in Deutschland und der EU führen uns gewissenlos in einen Krieg mit Russland, den wir nie wollten. Wozu, wem nützt das.
1. Juni 2026 @ 16:34
Man wird sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Aus USA hört man leise Töne, dass die USA den Krieg gegen den Iran verloren haben. Die Iraner haben die Hand auf der Straße von Hormus und ein Deal ist nicht in Sicht. Der Dealmaker hat seinen Meister gefunden.
https://youtu.be/WKmTL6dQ5NQ
Heißt im Klartext. Energie aus Russland wollen wir nicht. Energie aus den Golfstaaten und Asien kriegen wir nicht. Man darf auf die Auswirkungen auf die ohnehin angeschlagene Wirtschaft gespannt sein. Mal von den steigenden Energie- und Transportkosten für die Verbraucher abgesehen.
https://privatebank.jpmorgan.com/eur/de/insights/markets-and-investing/tmt/the-middle-east-conflict-is-becoming-an-energy-problem
Es ist also die Frage, wie lange wir uns noch die fehlende Diplomatie bzw unfähige Spitzenpolitiker leisten können. Lt Manager-Magazin erreichen
in Deutschland die Firmenpleiten 2026 den höchsten Stand seit über 20 Jahren. Allein im ersten Quartal verzeichnete das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) rund 4.573 Unternehmensinsolvenzen. Der starke Anstieg ist insbesondere auf eine Häufung von Pleiten kleinerer und mittlerer Betriebe zurückzuführen.
Und die Geldwaschanlage Ukraine will auch regelmäßig mit neuen Milliarden gefüttert werden. 😉
1. Juni 2026 @ 18:55
“Der Dealmaker hat seinen Meister gefunden.”
In God we trust… von wegen.
Da hat Allah etwas dagegen.
Jetzt fang sogar ich schon (wie andere User hier) das Reimen an… soweit sind wir schon.
1. Juni 2026 @ 14:13
“Und was machen wir?”
“Wir machen weiter, weil es weiter nichts zu machen gibt.”
Edward Boyd, “Schwarz gemalt wird stets der Teufel”
Die EU-Politik dreht sich zum Thema Ukraine seit 2022 im Kreis:
— “Wir möchten dem Iwan eins in die Fresse hauen.”
— “Wenn Trump sich bei der Schlägerei nicht mehr beteiligen möchte, müssen wir es halt alleine versuchen.”
— “Im Augenblick sieht es schlecht für die Ukraine aus. Vielleicht sollten wir doch Konzessionen machen.”
— “Jetzt sieht es wieder besser für die Ukraine aus. Vielleicht können wir dem Iwan doch eins in die Fresse hauen.”
… Fortsetzung folgt
Wäre die EU eine Person, würden Psychologen eine bipolare Störung diagnostizieren. Früher nannte man dieses Verhalten manisch-depressiv: Erst hadert man mit der Welt und dann kommt der Moment, in dem man meint, alle Fesseln sprengen zu können.
Die EU ist mal wieder in einer manischen Phase. Bitte einen Arzt rufen!
1. Juni 2026 @ 14:16
Wäre die EU eine Person, so würde sie sich gerade mit einem riesigen Waffenlager ausstatten und ihren vermeintlich großen Bruder bitten, als “Test” doch mal ein paar Handgranaten zu werfen. Mal schauen, wie der Iwan reagiert…
1. Juni 2026 @ 18:57
Aber wie soll das gehen? Die Waffen werden an die Ukraine verschenkt, die sie zum Teil dann an Dritte wie Saudi-Arabien verkauft.
2. Juni 2026 @ 10:38
@KK von irgendwas muss die Ukraine doch leben. Und so haben schon mindestens 3 was von nur einem deal: die USA den Kaufpreis der Waffen, die Ukraine die Waffen zum Weiterverkauf und die Saudis die Waffen zur weiteren Verwendung. Vielleicht gehen die ja dann noch eine oder zwei Hände weiter, an andere Bedrängte, die Waffen brauchen…
DAS sind die deals, die die Welt so dringend braucht! Soviel Handel und Wandel mit so ein bisschen deutschem Steuergeld, WOW