“Eine brutale deutsche Entscheidung”

Deutschland hat wg. Corona neue Grenzkontrollen eingeführt – diesmal an der Moselle in Frankreich. Angeblich war alles mit Paris abgestimmt – dennoch hagelt es Proteste. Regionalpräsident Rottner spricht von einer “brutalen Entscheidung”.

Außenminister lobt sich selbst. Er habe verhindert, dass die Grenze zu Frankreich geschlossen wird, schreibt er auf Twitter. “Kaum eine Region ist so vom grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten geprägt wie die zwischen Saar und Mosel”, so Maas.

Wohl wahr. Doch die neuen Regeln, die u.a. eine Testpflicht vorsehen, sind für die Anwohner wie ein Schock. Schließlich versucht Frankreich alles, um die Virusvarianten einzudämmen – und die Fallzahlen sind zuletzt auch deutlich zurückgegangen.

Der Präsident der Region Moselle spricht von einer “abrupten und brutalen Entscheidung Deutschlands”. Der Beschluß der Bundesregierung sei mehr von politischen Erwägungen geleitet als von gesundheitlichen Erfordernissen, sagte er “Le Monde”.

« Il s’agit d’une décision rude et brutale de la part de l’Allemagne. C’est d’autant plus difficile à encaisser que le taux d’incidence en Moselle a reculé de 310 à 285 cas pour 100 000 personnes en une semaine et qu’un gros effort sur la vaccination a été fait avec l’injection de 30 000 doses de plus que ce qui était initialement prévu dans ce département », s’indigne-t-il auprès du Monde. Très en colère, il estime que « la décision du gouvernement allemand est davantage guidée par des considérations politiques que par une logique sanitaire »

Quelle: Le Monde

Wie mittlerweile üblich, hat Berlin seine Entscheidung im Alleingang getroffen – ohne EU-weite Koordinierung. Es gab zwar Gespräche mit Paris und mit der Region, doch das letzte Wort hatten das RKI und das Auswärtige Amt.

Und da hat Maas mal wieder gezeigt, wie viel er von Diplomatie versteht…

Siehe auch “Wieder Grenzkontrollen zu Frankreich und Luxemburg?”