Druschba angeblich repariert – Glaubwürdigkeit schwer beschädigt
Die von Ungarn und der Slowakei geforderten russischen Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline können nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj wieder aufgenommen werden.
Die Ukraine habe die Reparaturarbeiten abgeschlossen, so dass die umstrittene Druschba-Pipeline wieder in Betrieb genommen werden könne, erklärte Selenskyj.
Wieso plötzlich alles so schnell ging, konnte der ukrainische Staatschef allerdings nicht sagen. Wochenlang gab es keine Fortschritte, nun geht alles wie von Geisterhand!
Offen blieb auch, wieso EU-Experten bis zuletzt keinen Zugang zu der angeblich durch russischen Beschuss beschädigten Pipeline hatten. Hat Selenskyj etwas zu verbergen?
Es geht ums Geld der EU
Und wieso hat die Ukraine hat nach Angaben des Geheimdiensts SBU eine Ölpumpstation in der russischen Region Samara mit Drohnen angegriffen, die zu Druschba gehört?
Das passt alles nicht zusammen. Selenskyj ist in dieser Affäre, in der er mit Ungarns “Diktator” Orban aneinander geriet, nicht glaubwürdig; ihm geht es offenbar nur ums Geld.
Ungarn hat die Freigabe von Druschba-Öl zur Bedingung gemacht, damit die EU einen Kriegskredit von 90 Mrd. Euro an Kiew auszahlen kann. Das soll nun schon am Mittwoch geschehen…
Siehe auch Orban lenkt ein: EU-Staaten geben 90 Mrd. Euro für Ukraine frei
Mehr zur Ukraine und zum Krieg hier
P.S. In der vergangenen Woche hatte ein Reporter des “Wall Street Journal” berichtet, daß Selenskyj persönlich das Attentat auf die Nordstream-Pipelines genehmigt habe. Zudem befiehlt er ständig Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in Russland. Man muß schon reichlich blind sein, um da kein Muster zu erkennen – so wie die Bundesregierung und die EU…

22. April 2026 @ 11:21
Man könnte nun die Lage Putins dazu nutzen, in Verhandlungen bezüglich Gaslieferungen einzutreten. 20% der Rechnung bezahlen, da schließlich die Gas-Leitungen gewartet werden müssen und das Personal bezahlt werden muss. Jedoch, die restliche Geld-Summe auf ein Sperrkonto in der Schweiz deponieren. Nach einem Friedensvertrag werden davon je zur Hälfte die Kriegsbeschädigten mit Renten versorgt. In der Ukraine wie in Russland. Wenn solch ein Angebot in den sozialen Medien in Russland virulent wird, kommt Putin enorm unter Druck, denn schon jeder in Russland kennt jemanden, der durch den Krieg so beschädigt wurde, dass er nicht mehr wird arbeiten können, lebenslang. Jedes Quäntchen Unzufriedenheit trägt dazu bei, dass Diktaturen scheitern, früher oder später.
22. April 2026 @ 11:18
Es ist nur logisch, dass die Ukraine versucht, dem Kriegsfürsten Putin, die Energie-Einnahmen zu verringern, seinen Überfall auf die Ukraine zu finanzieren. Die Ukraine wird noch einige Monate benötigen, über 60% der Energieanlagen zu beschädigen, so dass ständig repariert werden muss und nicht geliefert werden kann.
22. April 2026 @ 09:08
Glaubwürdigkeitsverlust ist hier unser kleinstes Problem. Wir haben eine Regierung, die sich den Interessen der Rüstungsindustrie und der USA so stark unterordnet, dass sie sogar extreme wirtschaftliche und soziale Konsequenzen in Kauf nimmt.
Die Regierung Merz und die EU arbeiten konsequent an der Finanzierung und Fortsetzung des Ukrainekriegs, weil sie in der Umstellung auf eine Kriegswirtschaft den wirtschaftpolitischen Ausweg aus der aktuellen Rezession und Systemkrise sehen. Da sie dies mangels Nachhaltigkeit und sozialer Tragfähigkeit nicht offen kommunizieren können, brauchen sie den “expansionistischen Russen”, der zwingend nach Zentraleuropa einmarschieren wird, wenn er nicht aufgehalten wird. Ohne diesen würde ihr wirtschaftspolitisches Konzept kollabieren. Darum wäre es nicht schade, denn es dient alleine dem Interesse der Vermögenden und wird uns absehbar den Sozialstaat und den sozialen Zusammenhalt kosten.
Um es ganz klar zu machen: Eine Wiederaufnahme der Energielieferungen aus Russland nach Zentraleuropa liegt NICHT im Interesse der Rüstungsindustrie und damit auch nicht im Interesse der ihr hörigen Bundesregierung, denn damit würde der zivile Flügel der wirtschaft wieder mehr Oberwasser bekommen. Kriegswirtschaft braucht den Ausnahmezustand, die Mangelwirtschaft und den Orbigkeitsstaat, weil sie keine aus sich selbst heraus überzeugende Begründung für die eigenen Interessen liefern kann.
Hier berühren sich die Interessen der Rüstungsindustrie mit denjenigen der USA, deren Interesse auf die dauerhafte Abtrennung der europäischen Energieversorgung von Russland zur Sicherung der US-Hegemonie gerichtet ist. Das eigentlich näher liegende europäische Interesse (abgesehen von ein paar Stadtstaaten ganz im Osten) wäre auf Diversifikation der Energieversorgung und Prosperität gerichtet, hier hat eine Energieversorgung aus Russland einen festen Platz. Zudem haben die USA sowohl ein Interesse daran, dass wir ihnen einen großen Teil der für Aufrüstung vorgesehenen Steuermittel geben, als auch die Fähigkeit, dies bei uns durchzusetzen. Wir sind zunehmend (und aktiv gefördert durch unsere Regierung) von US-Energielieferungen abhängig, da brauchen die USA nicht einmal eine Forderung zu stellen, sie wird im Zweifel schon im Vorauseilenden gehorsam von unseren Oberen erfüllt.
Berücksichtigt man noch, dass wir Europäer aufgrund der Geografie im Zweifel immer stärker unter internationalen Konflikten auf dem eurasischen Kontinent leiden werden als die USA muss man konstatieren: Unsere Regierungen handeln konsequent im US-Interesse. Und wer darauf hofft, dass die USA unsere Abhängigkeit von ihnen irgendwann z.B. nach einem Regierungswechsel aus eigener Einsicht verringern, müsste mir die Frage schlüssig beantworten, warum sie das tun sollten.
Das die Glaubwürdigkeit bei so einer Regierungspolitik leidet, ist eine unvermeidbare Folge, wie man an den Wahlerfolgen der SPD und ihrer damit einhergehenden Weigerung, die Interessen ihrer Wähler in den Vordergrund zu rücken, mustergültig ablesen kann.
22. April 2026 @ 12:02
Zum MIK gehört heute zweifellos auch das US-Unternehmen PALANTIR, geführt von Alex Karp. Am 18. April hat Palantir auf X ein 22-Punkte-Manifest veröffentlicht, das eine eindeutige Stoßrichtung hat: Das Silicon Valley (Palantir) soll helfen, die Weltherrschaft der USA abzusichern. Es ist hilfreich, dazu ein paar Fakten zu kennen:
Aktueller Börsenwert von Palantir: ca. 330 Milliarden Euro
Umsatz 2026: ca. 7 Milliarden Dollar, schnell zweistellig wachsend
Palantir präsentiert sich nach eigenen Angaben als Anbieter einer «KI-gestützten Kill Chain», die «Entscheidungsüberlegenheit vom Weltraum bis zum Schlamm» ermöglicht.
Mission: Erfassung und Vernichtung von «Gegnern», welche die globale Vorherrschaft der USA gefährden. Zu diesem hegemonialen Machtkomplex mit kultureller Überlegenheit sollen auch die im 2. Weltkrieg unterlegenen Imperialisten Deutschland und Japan gehören.
Palantir-Software kommt u.a. in den Kriegen gegen Russland sowie gegen den Iran und seine Verbündeten zum Einsatz, auch im Gazastreifen.
Hier ein paar Punkte aus dem Palantir-Manifest:
«Das Atomzeitalter neigt sich dem Ende zu. Ein Zeitalter der Abschreckung, das Atomzeitalter, geht zu Ende, und eine neue Ära der Abschreckung, die auf künstlicher Intelligenz basiert, steht vor der Tür.»
«Einige Kulturen haben entscheidende Fortschritte hervorgebracht; andere bleiben dysfunktional und rückschrittlich. Alle Kulturen sind nun gleichwertig. Kritik und Werturteile sind verboten. Doch dieses neue Dogma verschleiert die Tatsache, dass bestimmte Kulturen und sogar Subkulturen … Wunder hervorgebracht haben. Andere haben sich als mittelmässig erwiesen, ja sogar als rückschrittlich und schädlich.»
«Wir müssen der oberflächlichen Versuchung eines leeren und hohlen Pluralismus widerstehen. Wir in Amerika und im weiteren Sinne im Westen haben uns im vergangenen halben Jahrhundert im Namen der Inklusivität dagegen gewehrt, nationale Kulturen zu definieren. Aber Inklusion in was?»
My 2 cents:
Palantir ist ein Werkzeug der westlichen Herrenmenschen (Epstein-Klasse, Golden Billion), die vor keinem Verbrechen zurückschrecken, um ihre Privilegien und ihren auf Ausbeutung und Unterwerfung basierten Reichtum gegen die legitimen Interessen nichtwestlicher Gesellschaften zu verteidigen.
Egal, ob man dieses System Imperialismus, Kolonialismus, Faschismus oder Kapitalismus nennt – sein moralischer Wert entspricht dem eines marodierenden Serienkillers.
22. April 2026 @ 12:18
Danke. Aber dieser Kommentar paßt nicht zu Druschba. Er wäre besser fürs Leserforum geeignet!
22. April 2026 @ 12:29
@ebo:
Sorry, war als Ergänzung zum Post von @Stef gedacht …
22. April 2026 @ 01:47
Verbrecher -> Mafia-Boss -> Selenskyj
Noch Fragen?
21. April 2026 @ 19:13
Wie kann “Glaubwürdigkeit“ die zu keinem Zeitpunkt bestand „schwer beschädigt“ werden?
21. April 2026 @ 19:38
Hehe. Sagen wir mal so: Für die EU-Spitze ist Selenskyj immer noch glaubwürdig, daß er beim Sondergipfel am Donnerstag auf Zypern wieder zuerst reden darf. Er ist unangefochtene “Number one”.
Und bei den Außenministern heute ging es vor allem darum, wie man “endlich” den Kriegskredit für die Ukraine auszahlen kann…
22. April 2026 @ 01:41
Jeder Einzelne aus der “EU-Spitze” würde Selenskji ein gebrauchtes Luxusauto für einen völlig überhöhten Preis abkaufen, während das vor Ihren Augen gerade lichterloh abbrennt, nachdem Selenskji eine von der EU finanzierte Handgranate reingeworfen hat…
21. April 2026 @ 18:38
Selenskyj hat es eben drauf, er kann etwas reparieren, was nie kaputt war. Das schließt aber nicht aus, dass der Transit wieder einmal, wie in früheren Jahren, zwecks Erpressung “defekt” werden könnte.
21. April 2026 @ 21:35
Man erinnere sich nur an die Korruption in der Ukraine und „Kosenamen“ wie: die Gasprinzessin … !
21. April 2026 @ 18:19
Die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und der korrupten, betrügerischen und erpresserischen Ukraine ist ein weiterer Schandfleck in der deutschen Geschichte, zumal Deutschland gleichzeitig jedes Kriegsverbrechen Israels und der USA skrupellos durchwinkt. Deutschland steht wieder einmal auf der völlig falschen Seite der Geschichte. Wie kann man sich moralisch so selbstherrlich aufspielen und sich gleichzeitig mit den übelsten Mördern und Schurken der Weltpolitik gemein machen! Einfach nur widerwärtig.
21. April 2026 @ 18:46
Und wenn es stimmt, dass die Ukraine heute Nacht genau die Pumpstation der Druschba angegriffen hat, über die der PCK in Schwedt beliefert wird (s. Berliner Zeitung), dann haben die Ukrainer wieder mal einen Anschlag auf die Energieversorgung ihres größten Geldgebers verübt, so wie bei NordStream2.
Keine Regierung der Welt würde sich mit einem Terrorstaat, der die Sicherheit der eigenen Bevölkerung gefährdet, gemein machen. Für die jeweilige Bundesregierung jedoch scheint dies ein angemessener Umgang mit der Sicherheit und dem Wohlergehen seiner Bürger zu sein. Dafür habe ich keine höflichen Worte mehr.
21. April 2026 @ 18:58
Mir gehen in Anbetracht der Verkommenheit der deutschen Aussenpolitik langsam auch die unhöflichen Worte aus. Das unhöflichste Wort, das mir zu diesem Geschehen noch einfällt, ist „wadephul“.
Deutsche Politik ist wadephul.
22. April 2026 @ 20:45
Guido B, sie sprechen mir aus der Seele. Schön zu sehen, dass es doch noch ein paar Leute gibt, die in die gleiche Richtung denken. Habe schon befürchtet, ich bin total neben der Spur.
24. April 2026 @ 16:32
Ich hätte gerne auch solche “Kredite”, die nur zurückzahlen muss, wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass ich – sagen wir mal – dreimal hintereinander sechs Richtige im Lotto hab.
21. April 2026 @ 17:40
Und wieso protestiert niemand über die Erpressung, wenn er den angeblichen Abschluss der angeblichen Reparatur so ankündigt: “Wir verbinden dies mit der Freigabe des europäischen Unterstützungspakets für die Ukraine, das bereits vom Europäischen Rat gebilligt worden war.“
Selenskyj war noch nie glaubwürdig – oder hätten Sie auch konkrete Beispiele für glaubwürdige Aussagen von ihm? Lügen sind das eine, aber offene, unverhohlene Erpressung ist doch etwas anderes. Diejenigen Ukrainer, die gerade nicht an der Front verheizt werden, sondern in schicken Kiewer Cafes die nächste Monaco-Reise planen, lachen sich tot über uns naiven, feigen Europäer, die mit eingezogenem Schwanz zahlen, zahlen, zahlen…
22. April 2026 @ 12:25
@Reykjavik: “Europäer, die mit eingezogenem Schwanz zahlen” – So eingezogen ist der Schwanz des Merz nicht, denn 1. zahlen Bläckrocker nicht mit ihrem Geld, sondern mit dem aus den Sozialkassen. 2. geht es um uralte Reflexe des “deutschen Drangs nach Osten”, zu denen die Herren nun wieder Zuflucht nehmen, nachdem das Transatlantikertum ihnen nicht mehr genug Profit verspricht. Dieser “Drang” ihrer imperialen Herren “nach Osten” hat den Deutschen zu allen Zeiten großes Unglück gebracht.
22. April 2026 @ 14:52
Man kann wirklich den Eindruck gewinnen, dass von der Leyen, Merz und Co. – jetzt mit Hilfe der damaligen westeuropäischen Alliierten – da weitermachen wollten, wo die Deutschen alleine vor gut 80 Jahren noch gestoppt werden konnten…
Nicht nur die EU- und ganz besonders die NAhTOd-Erweiterung nach Osten, schon die “Wiedervereinigung” Deutschlands war offenbar keine gute Idee.