Drohnenkrise: Von der Leyen sichert Balten europäischen Beistand zu

Es wird immer verrückter. Nachdem ukrainische Drohnen eine schwere Krise im Baltikum ausgelöst haben, hat EU-Kommissionschefin von der Leyen den betroffenen Staaten europäischen Beistand zugesichert – gegen Russland.  

„Europa steht in voller Solidarität und Einigkeit an der Seite Estlands, Lettlands und Litauens“, sagte sie bei einem Treffen mit den Präsidenten der drei Länder in Vilnius. „Wenn die baltischen Staaten auf die Probe gestellt werden, wird ganz Europa auf die Probe gestellt.“

Wie der Beistand aussehen soll, ließ VdL offen. Einen europäischen “Drohnenwall”, den sie schon im letzten Jahr versprochen hat, gibt es immer noch nicht. Auch die Nato hat sich als unfähig erwiesen, die angeblich von Russland fehlgeleiteten ukrainischen Drohnen abzuwehren.

Das einfachste wäre vermutlich, den ukrainischen Präsidenten Selenskyj anzurufen und ihm Angriffe auf Russland über EU- und Nato-Gebiet bzw. scharf an dessen Grenze – also an der sog. Ostflanke – zu untersagen. Keine Kampfdrohnen übers Baltikum, lieber Wolodymyr!

Alles nur Desinformation?

Doch auf diese ebenso simple wie effiziente Idee ist in Brüssel noch niemand gekommen. Stattdessen verlegt man sich darauf, angebliche “Desinformation” aus Russland zu bekämpfen. Moskau bezeichnet ukrainische Drohnen nicht nur dreist als – ukrainische Drohnen.

Die Russen besitzen auch die Unverschämtheit, darauf hinzuweisen, daß diese Kampfdrohnen vermehrt über die “Ostflanke” auf Russland zusteuern, womöglich gar von dort abgefeuert werden. Das, da ist sich von der Leyen ganz sicher, ist eine dreiste Lüge!

Statt sich um Aufklärung zu bemühen und die Krise zu entschärfen, stellt sie Selenskyj einen Freibrief aus und macht den Balten unhaltbare Versprechen. Dafür ist von der Leyen übrigens gar nicht zuständig. Sie ist weder Außenministerin noch Drohnen-Beauftragte…

Siehe auch Luftalarm in Litauen: Drohnenkrise im Baltikum eskaliert und “Aufgelesen: wie eine Drohne den 3. Weltkrieg auslösen könnte”