Drei Regierungen stürzen, ein Parlament schimpft, Pfizer schludert

Was bleibt von der Europapolitik der vergangenen Woche? Regierungen sind gestürzt – in Italien, den Niederlanden und Estland. Das Europaparlament attackiert die Geheimniskrämerei bei der Impfstrategie. Und Pfizer liefert nicht wie vereinbart den begehrten Biontech-Impstoff.

Hier die passenden Beiträge aus “Lost in EUrope” und anderen Quellen.

Zur Regierungskrise in Italien schreibt die taz: Die Partei Italia Viva von Ex-Premier Matteo Renzi verlässt die Regierung. Die Wege aus der Krise sind offen. Auch Neuwahlen scheinen jetzt möglich. (…) Conte könnte versuchen, die ihm fehlenden Stimmen aus den Reihen der Italia Viva mit der Anwerbung anderer Mitte-Politiker*innen zu kompensieren, ohne überhaupt den Rücktritt einzureichen.

Zum Ärger über die Impfstrategie schrieben wir: Sozialdemokraten, Liberale und Grüne werfen der Kommission Intransparenz vor. Die Behörde beteilige sich am Versteckspiel der Hersteller und der Mitgliedsstaaten, die an den EU-Bestellungen beteiligt waren. Das Parlament stehe vor einem „Closed Shop“, sagte der Chef der SPD-Gruppe, Jens Geier. Wichtige Details würden unter Verschluss gehalten; sogar das Verhandlungsteam werde geheim gehalten.

Zu Pfizer/Biontech schreibt finanzen.net: Sechs Länder der Europäischen Union haben sich bei der EU-Kommission besorgt über die gemeldeten Lieferverspätungen des Corona-Impfstoffs von Pfizer und Biontech gezeigt. (…) Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin teilte mit, Pfizer könne in den kommenden drei bis vier Wochen die bereits zugesagte Menge an Corona-Impfstoff nicht liefern.

Und hier drei Beiträge aus “Lost in EUrope”, die Sie gelesen haben sollten:

Die Engländer gehen, broken English bleibt (english version here)

Das wahre Problem mit EUropas Impf-Strategie

Es geht auch anders – trotz Lockdown