Deutschland unter Druck

Pünktlich zum Antrittsbesuch von Kanzler Scholz in Washington ist Deutschland unter Druck geraten. Berlin soll die Ostseepipeline Nord Stream 2 fallen lassen und Waffen an die Ukraine liefern. Was steckt dahinter?

Um es kurz zu machen: Es ist ein Kampagne. Sie richtet sich nicht nur gegen Scholz, sondern auch gegen den angeblich zu “laschen” US-Präsidenten Biden und alle, die auf Vermittlung setzen – wie Frankreichs Macron.

Die Transatlantiker und Neocons machen mobil – und reden dabei mit gespaltener Zunge. Sie schicken US-Truppen nach Deutschland, sind aber nicht bereit, die Elite-Soldaten im Ernstfall auch gegen Russland kämpfen zu lassen.

Sie fordern Waffen für die Ukraine – während der ukrainische Präsident und sein Verteidigungsminister darum bitten, das Kriegsgeschrei zu beenden. Eine akute Kriegsgefahr gebe es nicht, heißt es in Kiew.

Es sind dieselben Transatlantiker, die noch vor kurzem Ex-Kanzlerin Merkel als “Führerin der freien Welt” angehimmelt haben. Dabei verfolgt Scholz im Kern keinen anderen Kurs als seine Amtsvorgängerin.