Deal mit Trump: Die Zitterpartie geht weiter

Die EU rechnet vorerst nicht mit einem Zoll-Hammer von US-Präsident Trump. Es werde keinen “blauen” Brief geben, sagten EU-Vertreter – die Zitterpartie geht weiter.

Zuvor hatte Trump auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social derartige Briefe an die Regierungen von Japan und Südkorea veröffentlicht. Sie sehen Zölle in Höhe von 25 Prozent ab dem 1. August vor.

Die EUropäer hoffen nun, dass sie eine Gnadenfrist erhalten. Außerdem wünschen sie sich Ausnahmen für bestimmte Branchen wie die Autoindustrie. Da macht vor allem Kanzler Merz Druck.

Doch ist es wirklich eine gute Nachricht, dass der Zoll-Brief auf sich warten lässt – oder versucht Trump nur, sie noch mehr unter Druck zu setzen? Gespalten hat er sie schon…

Denn während Merz auf eine schnelle Lösung drängt und vor Vergeltung zurückschreckt, wollen sich Frankreich und Spanien viel Zeit lassen und zur Not auch europäische Gegenzölle erlassen.

Derweil gerät die eigentlich zuständige EU-Kommission ins Hintertreffen. Sie weiß nicht, wo ihr der Kopf steht – zuletzt gab es sogar Streit zwischen Kommissionschefin von der Leyen und ihrem Handelskommissar Sefcovic…

Siehe auch Deal mit Trump: Die EU weiß nicht, was sie will (und wo sie steht)

P.S. Kommando zurück: „Wir sind wahrscheinlich zwei Tage davon entfernt, ihnen einen Brief zu schicken“, sagte Trump am Dienstagabend. Für die EU wird es nun verdammt eng…