Deal mit Trump: Die EU wird immer bescheidener
Am 9. Juli läuft die Frist für einen Handelsdeal mit den USA ab. Die EU hat sich von Präsident Trump erpressen lassen – nun wird sie bescheiden und will sogar pauschale Zölle schlucken.
Nach Last-Minute-Gesprächen in Washington lobte EU-Handelskommissar Sefcovic eine “produktive Arbeitswoche”. Es sei gut gewesen, sich mit der US-Administration zu treffen.
“Unser Ziel ist unverändert: ein gutes und ehrgeiziges transatlantisches Handelsabkommen”, fügte Sefcovic hinzu.
In Wahrheit ist ein gutes Abkommen nicht in Sicht, und der Ehrgeiz hat auch spürbar nachgelassen. Mittlerweile wäre die EU schon froh, wenn statt der von Trump angedrohten 50 Prozent nur ein pauschaler Zoll von 10 Prozent kommt.
Im Gegenzug verlangt die EU jedoch Zusagen zur Senkung der US-Zölle in Schlüsselbranchen wie Auto, Pharma, Halbleiter und Verkehrsflugzeugen. Doch die zeichnen sich bisher nicht ab.
Der Grund: In den G-7-Verhandlungen zur globalen Mindeststeuer hat Trump gesehen, wie leicht sich die EU erpressen lässt. Kanzler Merz & Co. haben eingewilligt, dass große US-Konzerne von der Steuer ausgenommen werden!
Das ermuntert Trump, auch im Zollstreit nachzukarten und sachfremde Themen wie die EU-Internetgesetze aufzuwerfen. Während die Amerikaner immer mehr fordern, werden die EUropäer auf den letzten Metern immer bescheidener…
Siehe auch Deal mit Trump: EU-Chef wirbt für Waffenkäufe in den USA und meine Kolumne im Makroskop zur G-7
P.S. Gebremst wird die EU auch von Konzernen wie Mercedes-Benz und LVMH. Sie fordern einen schnellen Deal und warnen vor einer harten Vergeltung, falls Trump hohe Zölle erlassen sollte. Damit schwächen sie die europäische Verhandlungsposition weiter…

Arthur Dent
4. Juli 2025 @ 13:47
“Produktive Arbeitswoche” war sicherlich gut für Sefcovic – man kommt mal vor die Tür, sieht andere Länder und Leute…
@european
Wenn Merz immer nur das Geld verteilen kann, was er hat, dann dürfte man ja keine Schulden machen. In einer offenen Volkswirtschaft geschieht aber immer alles simultan – investieren, produzieren, verkaufen, sparen…
european
4. Juli 2025 @ 09:33
Und zuhause wird erzaehlt, dass wir jetzt alle wieder sparen muessen und fuer die Senkung der Stromsteuer kein Geld da ist. Und dann erst das Buergergeld, diese Plage der Nation.
Same old shit. Die Mottenkiste der Textbausteine ist unerschoepflich. Es ist nichts dabei, was wir nicht schon mehrfach gehoert haben. Wir „Können nur das Geld ausgeben, das wir haben“, sagt Merz. Gleichzeitig kann die Bundesregierung Milliarden in der Ukraine verballern ohne mit der Wimper zu zucken. Und natuerlich werden wir 5% des BIP fuer die Ruestung ausgeben. Unser Portemonnaie scheint diesbezueglich so unerschoepflich wie die Tasche von Mary Poppins.
Dies ist die Regierung der Luegenbarone, die mit Pinocchio-Nase andere auf der Kanonenkugel fliegen lassen wollen. Man darf gespannt sein, wie lange sie haelt. Die SPD ist weiter auf dem Sinkflug und hat gerade die 13 Prozent erreicht.
Wem wird eigentlich nicht schlecht dabei?
Guido B.
4. Juli 2025 @ 10:49
Mary Poppins, Pinocchio, Baron Münchhausen – solche Assoziationen sind bei diesen Eliten unvermeidlich. Man muss aber fair bleiben: Unseren Eliten fehlt der Unterhaltungswert. Sie sind einfach nur langweilige Lügen auf krummen Beinen. Eher geeignet als Brechmittel.
KK
4. Juli 2025 @ 14:46
„Die SPD ist weiter auf dem Sinkflug und hat gerade die 13 Prozent erreicht.“
Waaaas, die SPD ist immer noch zweistellig?
Arthur Dent
4. Juli 2025 @ 22:36
@KK
ja – und hat immer noch den beliebtesten Politiker (aller Zeiten)
🙂 bruhahaha
KK
5. Juli 2025 @ 00:47
Ein elendes Siechtum… aber ein verdientes!