Bühne frei für Jazenjuk

Das hat es auch noch nicht gegeben: Der nicht gewählte, umstrittene Premier eines Nicht-EU-Landes darf auf einem EU-Gipfel reden und Kriegsdrohungen ausstoßen.

Genau das ist heute in Brüssel passiert. A. Jazenjuk, ukrainischer Premier von US-Gnaden (Ms. Nuland hatte sich in einem Werbevideo für ihn eingesetzt), hatte einen großen Auftritt.

Dabei wirkte er zunächst seriös und diplomatisch. „Reißen Sie diese Mauer nieder, beenden Sie die Politik der Einschüchterung“, appellierte Jazenjuk an Russlands Putin.

Kurz darauf goss er jedoch Öl ins Feuer und drohte mit militärischer Vergeltung, falls Putin auf der Krim weiter zündeln sollte. Niemand widersprach.

Im Gegenteil: die EU-Chefs boten ihm 11 Mrd. Euro als Willkommensgeschenk und das EU-Assoziierungsabkommen als Beigabe (bisher ging es normalerweise umgekehrt).

Im Gegenzug erklärte sich Jazenjuk bereit, alle EU- und IWF-Reformen umzusetzen. Genau dafür wird er auch gebraucht – denn die werden sehr hart und unpopulär sein.

Danach – wohl bei den Wahlen in der Ukraine Ende Mai – muss der Neue dann wohl leider gehen. Bei einem Regimechange ist das aber normal, habe ich mir sagen lassen. – Mehr hier

 
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