Brüssel steht unter Schock

Erst die fußballerische Niederlage gegen Frankreich, nun die verbalen Attacken unseres amerikanischen FreundesFeindes: Brüssel steht unter Schock. 

In der belgischen Hauptstadt hatte man sich auf ein fröhliches Fußball-Fest gefreut. Der Nato-Gipfel im sündhaft teuren neuen Hauptquartier vor den Toren Brüssels interessiert hier keinen, außer der transatlantischen Community.

Doch nun ist Belgien geschlagen, Brüssel trauert, und das Nato-Treffen gleicht einem Schlachtfeld. “Katastrophal” nennt die “Süddeutsche” den Start des Gipfels, von einer “brutalen Attacke” berichtet “Libération”.

Gemeint ist natürlich die Breitseite von US-Präsident Trump gegen Deutschland, das “total von Russland kontrolliert” werde – wegen der geplanten (noch nicht mal fertigen) Gaspipeline Nord Stream 2.

Man könnte darüber hinweggehen, versuchte Trump nicht, die Nato in die Sache hineinzuziehen. Sie soll sich um die (deutsche) Energiepolitik kümmern, fordert Trump – zum Glück winkte Nato-Generalsekretär Stoltenberg ab.

Besonders perfide ist, dass Trump seine offenbar innenpolitisch motivierte Attacke ausgerechnet vor seinem umstrittenen Tête-à-Tête mit Russlands Präsident Putin in Helsinki am kommenden Montag startet.

Der US-Präsident kungelt mit dem russischen Zaren – und Deutschland soll es ausbaden? Das kann es ja wohl nicht sein. Jetzt rächt es sich, dass Deutschland und die EU sich nicht selbst um Putin bemüht haben!

Warum hat man keinen EU-Russland-Gipfel organisiert – oder den Nato-Gipfel zu einem Nato-Russland-Gipfel umfunktioniert? Dann hätte der amerikanische FreundFeind nicht so aus der Hüfte schießen können…

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