Bruch der Brandmauer: Nun sollen “Dinner-Dates” das VdL-Bündnis retten
Die große Koalition im Europaparlament zerbröselt immer mehr. Dies hat sich gerade wieder in der Asyl- und Migrationspolitik gezeigt. Nun versuchen es die Etablierten mit unkonventionellen Methoden.
Die AfD im Europaparlament spricht von einem „historischen Sieg“: Die Konservativen um den CSU-Politiker Weber haben gemeinsame Sache mit Rechten und Rechtsextremen gemacht und für eine weitere Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik in Europa gestimmt.
Die umstrittenen “Rückführungszentren” für abgewiesene Aslybewerber wurden mit den Stimmen der AfD und anderer Rechter beschlossen. Damit wurde der viel beschworene „Cordon sanitaire“ – also die Brandmauer gegen Rechts – wohl endgültig eingerissen.
Sie war nach der Europawahl 2024 vereinbart worden, um den Aufstieg der Rechten zu bremsen. Eine gemeinsame „Plattform“, auf die sich EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen (CDU) stützt, wollte die demokratische Mitte zusammenführen und die Rechten ausgrenzen.
Geheim-Treffen im Luxushotel
Weil dies aber kaum noch funktioniert, greifen die Fraktionschefs nun zu unkonventionellen Methoden. EVP-Chef Weber und seine Gegenspielerin Garcia – die Spanierin führt die sozialdemokratische S&D-Fraktion – treffen sich neuerdings zu vertraulichen Abendessen, um das VdL-Bündnis zu retten.
Das erste „Dinner-Date“ habe im Februar in einem Luxushotel in Straßburg stattgefunden, berichtet „Politico“. An den Treffen hätten je 10 EU-Abgeordnete teilgenommen – mit dem Ziel, die brüchige Koalition zu kitten.
Geholfen hat es nicht. Im Streit um die „Return Hubs“ hat die radikale Rechte gewonnen, die Mehrheit in der Mitte konnte sich trotz des „Flirts“ zwischen Weber und Garcia nicht zusammenraufen…
Mein Bericht in der “taz”

11. März 2026 @ 10:49
… versuchen es die Etablierten mit unkonventionellen Methoden…
Was könnte an der ältesten aller Methoden “unkonventionell” sein?
Auf der global-oligarchischen Ebene war genau das Epsteins Aufgabe: In “angemessenem Luxus” den Oligarchen dieser Welt informelle Treffpunkte zu organisieren, gern mit jungem weiblichen “Frischgemüse”, weil die alten Säcke halt in der Regel darauf stehen. Das ist der banale Hintergrund für die “nichtssagenden” Mails, die meistens konspirativ angehaucht” die Abwicklung der kleinen Gefälligkeiten klarmachten.
Jetzt also auf EU-Ebene “unkonventionelle Treffen in Luxushotels” um in angenehmer Umgebung politische Grauzonen “auszuloten”: wie möglichst gewinnbringend die Geschicke der Bürger zu lenken wären.
Würde man diesen Plot zu einem Theaterstück verwursten, das wäre sooo abgedroschen, mit ellenlangem Bart, dass es wehtäte.
Wirklich weh tun die Folgen der ganzen Wichtigtuerei dieser Farce-isten! Und zwar den normalen Bürgern aller Staaten. Aber das ist mit denen wie mit den Bauern beim Schach.
Nur dass die Farce-isten dem Schachspiel mental nicht gewachsen sind, sie bevorzugen Strip-Poker oder Gleich Glücksspiele…
11. März 2026 @ 12:25
“sie bevorzugen Strip-Poker oder Gleich Glücksspiele…”
Die Wargames nicht vergessen!
11. März 2026 @ 00:41
“EVP-Chef Weber und seine Gegenspielerin Garcia…treffen sich neuerdings zu vertraulichen Abendessen, um das VdL-Bündnis zu retten.”
In Köln nennt man das Klüngel…
10. März 2026 @ 20:28
Diese Hampelei ist doch unwürdig.
Die AfD-Light EVP/CxU arbeiten entweder mit der Agitation-für-Dumme zusammen oder erpressen mit analogen Positionen.
Es kann für den Rest doch nur schlecht ausgehen, soch auf diesen Dreck einzulassen. Außerdem verliert man so seine Selbstachtung und rettet nix.
Sollen doch die Schergen von EVP/CxU endlich offen mit dem Fascho-Pack zusammenarbeiten.
Das zerlegt diese schnell.
11. März 2026 @ 00:43
“Sollen doch die Schergen von EVP/CxU endlich offen mit dem Fascho-Pack zusammenarbeiten.”
Das könnte in Stuttgart recht schnell gehen, wenn sich die Grünen nicht hinsichtlich Job-Sharing beim MP erpressen lassen und standhaft bleiben sollten…
11. März 2026 @ 09:42
Du siehst die USA und denkst dass das schnell gehen würde, wenn sie sogar 5 statt 4 Jahren Zeit hätten zu tun was sie wollten und im Gegensatz zu Minnesota die Mehrheit in BW augescheinlich alt und rechts statt jünger, mittelalt und Sozialliberal ist?
Immerhin könnten nun 10 % der Landtagswahlberechtigten die Auflösung dieses Landtages verlangen und sie müssten eine Volksabstimmung organisieren, aber ob dabei etwas besseres rauskäme, fragwürdig und vermutlich nicht schnell genug organisierbar und einmal gezogen würde die Schwelle sicherlich im nächten Schritt enorm angehoben.
https://dejure.org/gesetze/Verf/43.html
Linke+BSW wären natürlich wieder deutlich über 5 % gewesen, “toll”.