Wo bleibt die Taskforce gegen den CIA?

Dass die EU systematisch von CIA und MI6 (UK) ausgespäht wird, wissen wir. Doch nun kommt heraus, dass auch Privatpersonen und Unternehmen nicht mehr sicher sind. Wie wär’s mit einer Taskforce?

Eine streng geheim operierende CIA-Einheit entwickelt in Frankfurt offenbar maßgefertigte Computerviren. Das zeigen Dokumente, die WikiLeaks veröffentlicht hat.

Die Unterlagen deuten darauf hin, dass Frankfurt Ausgangspunkt ist für Hackerangriffe in Europa, China und Nahost. Ziel sollen Android-Smartphones, Samsung-Fernseher und andere Geräte sein.

In Deutschland und in den USA wird die Enthüllung mit spitzen Fingern angefasst. Schließlich offenbatr sie einen ungeheuren Angriff auf die Privatsphäre – und die Komplizenschaft zwischen Berlin und Washington.

Doch die EU hat in diesem Fall nichts zu verlieren. Im Gegenteil: Sie muss schon jetzt um die Sicherheit europäischer Daten fürchten, da die neue Trump-Administration das „Privacy Shield“ infrage stellt.

Was läge also näher, als eine Taskforce gegen die amerikanischen (und britischen) Hacker einzusetzen? Gegen vorgebliche russische Angriffe gibt es das längst. Warum nicht auch in diesem Fall?

Siehe auch „Fake News Hysteria“

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7 Responses to Wo bleibt die Taskforce gegen den CIA?

  1. S.B. 8. März 2017 at 13:38 #

    „Was läge also näher, als eine Taskforce gegen die amerikanischen (und britischen) Hacker einzusetzen? Gegen vorgebliche russische Angriffe gibt es das längst. Warum nicht auch in diesem Fall?“

    Die Antwort ist gaaaanz einfach: Die Amis sind die Guten und die Russen sind die Bösen. Anders ausgedrückt: Das eine ist westliche, freiheitlich-demokratische Schnüffelei, das andere die einer bösen Diktatur.

    Peter Nemschak wird diesen Ausführungen unzweifelhaft seine Absolution erteilen. 😉

  2. GS 8. März 2017 at 14:21 #

    Die Bundesrepublik ist der verlängerte Arm der USA in Europa. Wie wahrscheinlich ist es da wohl, dass es eine Taskforce gegen US-Aktivitäten gibt?

  3. Peter Nemschak 8. März 2017 at 15:13 #

    Wir brauchen keine Task Force sondern besser vernetzte Geheimdienste in der EU, welche der CIA, dem russischen und chinesischen Geheimdiensten zumindest ebenbürtig sind. Die Bürger sind zu informieren, wie sie sich am besten gegen Hacking und Datenklau schützen können.

    • S.B. 8. März 2017 at 16:29 #

      @Peter Nemschak: Das ist schlicht blauäugig. Unter der von GS oben zutreffend beschriebenen Ausgangslage wird D ganz bestimmt keinen der CIA etc. ebenbürtigen Geheimdienst bekommen. Ganz im Gegenteil. Im Zweifel arbeitet der deutsche Geheimdienst der CIA etc. noch zu und sei es nur durch Unterlassen.

      • Peter Nemschak 9. März 2017 at 07:46 #

        Es wird sich das Wettrüsten der Cybermächte verstärken, was gar nicht so schlecht wäre. Auch aus dem atomaren Wettrüsten sind in weiterer Folge zahlreiche friedliche Nutzungen der Atomenergie hervorgegangen. Als erklärter Anhänger des Nationalstaates haben Sie wenig vertrauen in die Fähigkeiten Deutschlands. Folgt man dieser Logik wäre das Cyberwettrüsten am besten auf EU-Ebene aufgehoben.

  4. Claus 9. März 2017 at 09:12 #

    „Was läge also näher, als eine Taskforce gegen die amerikanischen (und britischen) Hacker einzusetzen?“
    Bevor wir uns darüber Gedanken machen: Wie wäre es mit einer Taskforce für Transparenz über mutmaßlich immer noch wirksame WK2-Besatzungsrechte, und ob diese von den USA möglicherweise bis heute gegen Deutschland in Anspruch genommen werden? Das könnte einiges erklären, und deswegen scheint man in Berlin schön auf Abstand zu diesem Thema zu bleiben.
    Und bezüglich Datensicherheit müssen wir uns auch keine Gedanken machen, solange die USA den gesamten europäischen Zahlungsverkehr über SWIFT ganz legal von der EU-autorisiert in ihren Sesseln in Langley oder sonstwo auf dieser Welt mitlesen dürfen. Ist ja auch hochinteressant, wo Daimler, Airbus oder Kuka ihre Teile oder ihr Knowledge kaufen, da ist aufwendige Industriespionage total überflüssig.
    Und es geht auch gleich die rote Lampe an, wenn ein Hamburger Gewürzhändler die Frechheit hat, seinen Pfeffer in einem von den USA mit Sanktionen belegten Land mit US-Dollar zu kaufen. Auf die US-Blacklist mit diesem Übeltäter! Der es aber erst dann merkt, wenn er keinen Kredit von seiner Bank bekommt. Denn diese ist auch in USA tätig und darf keine Geschäfte mit Leuten machen, die auf der US-Blacklist stehen.

    Satire? Nein, Deutschland heute.

  5. Reinard 9. März 2017 at 09:55 #

    Die Geheimdienste sind einfach weiter als die Nationalstaaten. Und das wird sich auch nicht zum Besseren ändern.

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