Wem nutzen die #MacronLeaks?

Für deutsche Medien ist der Fall klar: Mit den #MacronLeaks soll der Medienliebling Macron diskreditiert werden. Auch, dass die Leaks aus Russland kommen, gilt als sicher. Wirklich?

Wer die französische Presse liest, hört auch andere Stimmen. So weist “Libération” darauf hin, dass Macrons Bewegung “En marche” im Februar schon einmal gehackt wurde – aus der Ukraine.

Diesmal ist der Ursprung der Attacke unklar. Klar ist jedoch, dass das Leak zuerst von einem einschlägig bekannten Trump-Anhänger in den USA publik gemacht wurde.

Und zwar per Tweet von Jack Posobiec, der durch das Fake-Pizzagate um H. Clinton bekannt geworden ist. Offenbar haben die Trump-Anhänger ein Interesse daran, Macron zu schaden.

Doch können die Leaks dem Favoriten noch schaden? Nicht wirklich – denn dafür wurden sie zu spät durchgestochen. Die Veröffentlichung kam ganz kurz vor dem offiziellen Ende des Wahlkampfs.

Seit Samstag dürfen die Medien nicht mehr über Macron und Le Pens Kampagnen berichten, auch die #MacronLeaks fallen unter die Schweigepflicht. Wenn überhaupt, dann sickern nur Gerüchte durch.

Da ist dann von Offshore-Konten, Drogen und Waffenhandel die Rede. Das klingt so abenteuerlich, dass es wohl nur eingefleischte Macron-Gegner glauben dürften.

Alle anderen werden den Jungstar eher als Opfer einer Attacke sehen. Wenn sie dann auch noch zur Wahl gehen, könnten die #MacronLeaks dem Kandidaten sogar helfen…

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2 Responses to Wem nutzen die #MacronLeaks?

  1. astras 7. Mai 2017 at 14:59 #

    Das könnte durchaus sein. Die angelsächsichen Knalltüten, die Trump unterstützen und den Brexit für was Tolles halten, fluten seit Tagen die sozialen Netzwerke mit Aufrufen an die Franzoßen, Le Pen zu wählen. Zur Rettung der Menschheit vor dem Islam…
    Gut möglich, dass diese Trottel auch zu solchen Maßnahmen greifen.

    • Peter Nemschak 7. Mai 2017 at 18:22 #

      Auch wenn Macron gewinnt, sollte man sich jene Kräfte genauer ansehen, die im Falle eines Siegs von Le Pen Wirtschaftspolitik machen bzw. sich bereichern würden. Der Rechtspopulismus ist sehr anfällig für solche Typen, die nicht aus der typischen Stammwählerschaft Le Pens kommen.

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