Warum diese Wahl ein Ärgernis ist 

Deutschland hat die Wahl – zwischen Merkel und Merkel. Abwählen kann man die ewige Kanzlerin praktisch nicht, auf ihre künftige Koalition hat man auch kaum Einfluß. Doch das ist nicht das einzige Ärgernis.

Hier noch sechs Aspekte, die mir sauer aufstoßen:

  • Die Siegerin steht schon fest – doch man weiß nicht, wofür sie wirklich steht. Es sei denn, man wollte ein Land, in dem man gut und gerne leben kann, als Wahlprogramm interpretieren. Freiheit statt Sozialismus war konkreter…
  • Wichtige Themen wurden ausgespart. Nein, ich meine nicht nur die Fehler in der Flüchtlingspolitik und die Angst der Frauen, auf die Straßen zu gehen. Auch die Europapolitik wurde weitgehend ausgeklammert!
  • Europa wurde zum Bittsteller degradiert: Merkel hat sich in keiner wichtigen Frage der Europapolitik festgelegt. Sie lässt „die anderen“ kommen (Macron, Juncker, May, Tusk) – ganz so, als hätte sie allein die letzte Wahl…
  • Wähler wissen nicht, wen sie wählen sollen, um die gewünschte Regierung zu bekommen. Beispiel: Wen wähle ich, wenn ich eine neue GroKo verhindern will? Muss ich dann die SPD stärken – oder schwächen?
  • Wähler wissen nicht, wen sie wählen sollen, um die gewünschte Politik zu unterstützen. Zwar setzen die Parteien durchaus unterschiedliche Akzente. Doch niemand weiß, was davon in den Koalitionsverhandlungen übrig bleibt!
  • Das deutsche Wahlrecht ist überholt, Hunderttausende können oder dürfen nicht wählen, Millionen kennen niemand anders als Merkel – wann kommt endlich eine Begrenzung der Amtszeit auf zwei oder drei Wahlperioden?

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4 Responses to Warum diese Wahl ein Ärgernis ist 

  1. kaush 24. September 2017 at 17:28 #

    „Wähler wissen nicht, wen sie wählen sollen, um die gewünschte Regierung zu bekommen. Beispiel: Wen wähle ich, wenn ich eine neue GroKo verhindern will? Muss ich dann die SPD stärken – oder schwächen?“

    Ich unterstelle mal den Deutschen (und nur die dürfen Wählen, nicht „die Menschen“), dass sie nicht so doof sind.

    Wenn ich keine GroKo will, wähle ich nicht SPD, oder CDU.

    Wenn ich mit der Umsiedlungspolitik unzufrieden bin, wähle ich nicht CDU, SPD, Grüne oder die Linke.
    Ist doch wirklich nicht so schwer.

    • ebo 24. September 2017 at 22:53 #

      Jetzt kennen wir die Antwort : Man durfte die SPD nicht wählen, wenn man die GroKo loswerden wollte. Dafür kommt nun möglicherweise Jamaika, das hat auch kaum jemand gewollt…

  2. Peter Nemschak 24. September 2017 at 18:38 #

    Dass ein Proportionalwahlsystem zu Koalitionen zwingt, ist an sich nichts Schlechtes. Koalition heißt Kompromisse und Abstriche machen. In der Europapolitik die anderen kommen lassen, ist bewährte Taktik des Stärksten, und nicht nur in Sachen Europapolitik. Würden Sie es in der Rolle des deutschen Bundeskanzler anders machen?

  3. Ben Evans 25. September 2017 at 08:44 #

    Einen so schwachen und schwammingen Kommentar habe ich selten erlebt. Wir können froh sein, dass wir in Deutschland leben. Theoretisch besser machen kann man alles. Das ist und bleibt allerdings ein Wunschdenken!!

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