Varoufakis ist nicht allein

Großer Medienwirbel in Berlin, großes Schweigen in BrĂŒssel: Mit seiner neuen Demokratie-Bewegung legt der griechische Ökonom J. Varoufakis den Finger in die Wunde. Die EU hört einfach nicht hin.

Dennoch ist der gescheiterte Ex-Finanzminister aus Athen kein einsamer Rufe in der WĂŒste. Ganz im Gegenteil: Mittlerweile gibt es viele Initiativen, die einen Neubeginn in EUropa fordern.

Die bekannteste ist wohl “WeMove”. Die “BĂŒrgerbewegung, die sich fĂŒr ein besseres Europa einsetzt”, hat schon einige viel beachtete Kampagnen gestartet. Derzeit lĂ€uft eine zum Thema Steuergerechtigkeit.

Weniger bekannt ist der “New Deal”, den der französische Ökonom T. Piketty fĂŒr Europa vorschlĂ€gt. Er fordert eine Schuldenkonferenz fĂŒr die EurolĂ€nder, wird aber weitgehend ignoriert – selbst in Paris.

Ähnlich geht es dem “European Democracy Lab”, das die Politikwissenschaftlerin U. GuĂ©rot in Berlin gegrĂŒndet hat. Sie will eine “europĂ€ische Republik” finden, doch nicht mal die Bundesrepublik zieht mit.

Damit sich das Ă€ndert, habe ich die Initiatoren gebeten, sich auf diesem Blog vorzustellen. Denn es wird höchste Zeit, ĂŒber Alternativen zu dieser EU nachzudenken. Mehr zur EU-Krise hier

 

 

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8 Responses to Varoufakis ist nicht allein

  1. OXIgen 9. Februar 2016 at 19:18 #

    Die beste Alternative zu dieser EU ist: gar keine EU!

  2. Petra Kersten 9. Februar 2016 at 19:27 #

    Bin ich sofort dafĂŒr. Die LĂ€nder werden von Europa aus regiert. Jedes Land wĂ€hlt aus dem eigenen 2 Politiker, Kanzler und Finanzminister die in Europa – BrĂŒssel – sitzen.

    • Peter Nemschak 9. Februar 2016 at 20:19 #

      Eine europĂ€ische Verfassung, europĂ€ische Parteien, ein europĂ€isches Bundesparlament, eine europĂ€ische Regierung, darunter Regionalregierungen, welche die bisherigen Staatsgrenzen ĂŒberschneiden können.

  3. S.B. 9. Februar 2016 at 20:56 #

    Meine Alternative liegt in diesem Forum schon seit LĂ€ngerem auf dem Tapet. Alles andere ist fĂŒr mich visionĂ€re TrĂ€umerei (bzw. linke Spinnerei).

    Ich bin sehr gespannt, ob in den angekĂŒndigten BeitrĂ€gen auf das “Warum” eingegangen wird und nicht nur auf das “Wie”. Einen Staatenbund oder gar Bundesstaat grĂŒndet man ja nicht aus Liebhaberei.

    Schaun mer mal…

    • Peter Nemschak 9. Februar 2016 at 21:48 #

      …aber aus Einsicht in die Notwendigkeit in unserer globalisierten Welt. Es geht nicht um linke Utopien sondern um eine rationale AbwĂ€gung, was vorteilhafter fĂŒr einen in Europa lebenden BĂŒrger ist und was nicht. Ein europĂ€ischer Bundesstaat kann durchaus gemĂ€ĂŸigt liberalen Prinzipien folgen, wie sie der unvergessliche R. Dahrendorf beschrieben hat. Es wird interessant zu sehen, was Varoufakis und andere selbsternannte Reformer auf den Tisch legen werden.

  4. GS 10. Februar 2016 at 01:08 #

    Die Positionen von Frau GuĂ©rot fand ich schon immer grĂ€sslich. Vie zu viel Wolkenkuckucksheim, kein Interesse an den BĂŒrgern und deren Gedanken. Die anderen kenne ich nicht.

  5. Joerg 10. Februar 2016 at 06:40 #

    Nach EinfĂŒhrung des EUR haben es die fĂŒhrenden Politiker Europa’s geflissentlich unterlassen, zĂŒgig 2 – 3 unterschiedliche Konzepte, wie die Gestaltung Europa’s in Zukunft aussehen könnte, den BĂŒrgern des Kontinents vorzustellen und zur Abstimmung vorzulegen. Und warum: weil vielleicht ein oder zwei der Alternativen bedeutet hĂ€tten, dass sie selbst ihre Macht hĂ€tten an den Haken hĂ€ngen mĂŒssen. So sind 15 Jahre ohne Visionen und Konzepte vertan worden und die politische Elite ist ĂŒber klein klein nicht hinaus gekommen. Das Resultat davon sehen wir jetzt allenthalben. Schuld sind aber auch die BĂŒrger Europa’s selbst, weil sie ihre Politiker einfach zu wenig fordern und der Illusion aufsitzten, dass jene schon das richtige fĂŒr sie tun werden. Aber Pustekuchen!

  6. hlschmid 10. Februar 2016 at 21:17 #

    Ferner gibt es das Internet-Referendum “Our New Europe”: alle EuropĂ€erinnen und EuropĂ€er in ganz Europa sind eingeladen, ihr Europa zu wĂ€hlen auf http://www.our-new-europe.eu!

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