Umarme Poroschenko, oder es knallt!

Die G-7 sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Bei ihrem Br√ľsseler Treffen haben sie Russlands Putin mit neuen Sanktionen gedroht, falls er¬†nicht den neuen ukrainischen Pr√§sidenten Poroschenko anerkennt.

Am liebsten soll Putin den Schokoladenk√∂nig pers√∂nlich umarmen, mindestens aber ein Regierungsmitglied zu dessen Amtseinf√ľhrung nach Kiew schicken. Sonst knallt’s, pardon, wird “der Preis erh√∂ht”.

Bisher stand es jedem Uno-Mitglied noch frei, welche Regierung es anerkennt und welche nicht. Das Kosovo wird bis heute von einigen EU-Staaten nicht anerkannt, das t√ľrkisch besetzte¬†Nord-Zypern auch nicht.

Hat es deshalb jemals Sanktionen gegeben? Nein. Machen Sanktionen f√ľr Poroschenko Sinn? Nein. Denn der hat als erste Amtshandlung die Chaos-Regierung Jazenjuk best√§tigt – und den Krieg im Osten ausgeweitet.

Immerhin hat Kanzlerin Merkel erreicht, dass es vor Sanktionen neue Konsultationen geben soll. Putin kann also noch ein paar mal mit Mutti telefonieren, bevor es ernst wird ūüôā – Mehr hier

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8 Responses to Umarme Poroschenko, oder es knallt!

  1. Peter Nemschak 5. Juni 2014 at 14:10 #

    Die Annexion der Krim durch Russland war v√∂lkerrechtswidrig. Soll sich der Westen das gefallen lassen? Hat er die reale M√∂glichkeit und den politischen Willen effektiv wirksame Sanktionen umzusetzen? Manchmal hat man den Eindruck, als sch√§me sich der Westen Machtpolitik zu betreiben, um seine Vorstellungen einer internationalen Ordnung durchzusetzen. Wenn der politische Wille fehlt, sollten auch unglaubw√ľrdige Drohgeb√§rden unterlassen werden.

    • ebo 5. Juni 2014 at 14:52 #

      Sie sind wohl auch ein Anh√§nger von “Stufe 3”. Rufen Sie doch mal Frau Merkel und fragen, warum es dazu nicht gekommen ist…

      • Peter Nemschak 5. Juni 2014 at 18:45 #

        …weil es offenbar nicht im Interesse aller Teilnehmer an der Konferenz war. Ich halte nichts davon, vor einem sowjetrevisionistischem Regime zu buckeln. Das haben zur Gen√ľge die Eurokommunisten und Linken w√§hrend der Zeit des Sowjetregimes in Osteuropa getan.

    • DerDicke 5. Juni 2014 at 15:48 #

      Die Krim wurde nicht annektiert sondern hat sich der russischen Föderation durch einen Mehrheit bei der Abstimmung angeschlossen.
      Warum sollte in der Ukraine falsch sein, was im Kosovo richtig war? Die Nationale Einheit Jugoslawiens muss um jeden Preis erhalten werden? Vielleicht haben wir in 10 Jahren die Alpenrepublik mit S√ľdbayern, √Ėsterreich, S√ľdtirol? Grenzverl√§ufe waren noch nie statisch, erst recht nicht in L√§ndern, die “k√ľnstlich” entstanden sind.
      Ein Staat ist durch sein Volk legitimiert, was also spricht dagegen, dass ein Teil des Volkes in einem definierten Gebiet sich einem anderen Staat zuwendet wenn der eigene seine Interessen nicht mehr vertritt?
      http://de.wikipedia.org/wiki/Sezession

      • Marcel 5. Juni 2014 at 17:52 #

        @DerDicke,
        Ist schon richtig doch man sollte nicht vergessen, dass man die USA wegen ihres Imperialismus verurteilt und Russland f√ľr das gleiche lobt.

    • Kurt Schnitzler 6. Juni 2014 at 09:56 #

      1) Russland hat die Krim nicht annektiert. 2) “Der Westen” ist hiervon nicht betroffen. 3) Westliche Machtpolitik, Vorstellungen einer internationalen Ordnung = Interesse von oligarchisch agierenden US-Konzernen. Lieber Peter Nemschak, Du hast leider gar nichts kapiert oder Du plapperst aus Prinzip platte Propaganda nach. BILD-Leser wissen wohl doch nicht mehr… oder waren’s SPIEGEL-Leser?

      • Peter Nemschak 6. Juni 2014 at 11:01 #

        Sie m√ľssen mir zugestehen, dass nicht alle Menschen ihr Heil in linker Politik suchen. Das Gerede von oligarchisch agierenden US-Konzernen ist leere Phrasendrescherei. Es w√§re Sache der Politik, endlich eine gerechte, im Sinne von Gleichheit vor dem Gesetz, Unternehmensbesteuerung einzuf√ľhren statt wie Sie kapitalistische Gespenster an die Wand zu malen. Dass die Linke kein √ľberzeugendes Konzept hat, haben die j√ľngsten Wahlen zum EU-Parlament bewiesen.

    • Walter 6. Juni 2014 at 18:04 #

      Ich w√ľrde einen Oligarchen auch nicht umarmen, wer sein Milit√§r auf seine Bev√∂lkerung hetzt und es mit Splitterbomben angreifen l√§sst ist nichts wert und wer das unterst√ľtzt auch nicht.

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