Trump = Le Pen?

Die EU muss sich auf eine neue Krise einstellen. Und zwar ausgerechnet mit dem wichtigsten Partner – den USA. Denn dort rĂŒckt ein Wahlsieg des Republikaners Trump in greifbare NĂ€he – und das wĂ€re eine Katastrophe.

Denn Trump ist eine Art Le Pen aus und fĂŒr Amerika – nach unseren Begriffen also ein Rechtsextremer. Das sage nicht ich, sondern das sagt Le Pen senior himself.

“Wenn ich Amerikaner wĂ€re, wĂŒrde ich Trump wĂ€hlen”, bekannte der GrĂŒnder des Front National jetzt. Vor allem Trumps “Aussagen” zu FlĂŒchtlingen und Schwarzen haben es ihm angetan.

Auch in den USA sieht man diese Parallele. Dort entwickelt sich gerade eine “Stop Trump”-Bewegung, wie das französische Magazin “Les Inrock” berichtet. Es gelte, das Sclimmste zu verhindern.

Und wenn das nicht gelingt – und Trump der nĂ€chste PrĂ€sident der USA wird? Dann wird fĂŒr die EU ein Alptraum wahr. Es wĂ€re wohl noch schlimmer, als wenn der Front National 2017 die Wahl in Frankreich gewinnt…

Mehr zum Front National hier

 

 

 

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9 Responses to Trump = Le Pen?

  1. Peter Nemschak 29. Februar 2016 at 17:50 #

    In der Tat eine mittlere Katastrophe. Noch ist er nicht gewĂ€hlt. Vielleicht kommen bei den Republikanern noch andere Kandidaten hervor. Hat M.Bloomberg endgĂŒltig aufgegeben oder wartet er noch. Wenn Trump ĂŒbrig bleibt, hat Clinton gute Chancen.

  2. Johannes 29. Februar 2016 at 18:36 #

    Selber schuld, wer Banken rettet und die BĂŒrger dafĂŒr bluten lĂ€sst, krieg irgendwann die Quittung.

    Trump ist gegen TTIP, will weniger MilitĂ€reinsĂ€tzer/Kriege der USA, er will mit Russland gemeinsame Sache machen, im Israel-Palestina Konflikt will er neutral sein und nimmt Kritik von der jĂŒdischen Gemeinde in Kauf.

    Also sooooo schlimm ist Trump auch nicht.

    Und so “anstĂ€ndig” wie sich Trump immer Ă€ußert, so anstĂ€dig behandeln uns die Europolitiker. Da werden wir BĂŒrger auch mit Wörter wie “Anti-EuropĂ€er, Populist, Nationalist” beschimpft. Trump hat dieses billige Niveau nur ĂŒbernommen.

    Trump ist so anstĂ€ndig wie unsere Euro-Politiker zu uns BĂŒrgern.

    Und nein, eine Front National wĂ€re fĂŒr Deutschland viel viel schlimmer als ein Trump.

    PS: Am Ende gewinnt die olle Clinton, das ist doch eh schon klar

  3. helmutn 29. Februar 2016 at 21:29 #

    Die absolute Katastrophe wĂ€re wohl eher H.Clinton.Diese kriegsgeile Wahnsinnige muß der Welt erspart bleiben.UNBEDINGT!

  4. GS 29. Februar 2016 at 22:26 #

    Ich habe den Eindruck, dass Trump im Amt ein Ultra-Pragmatiker wĂ€re. Keiner, der die Bibel vor sich hertrĂ€gt und eine religiöse Mission hat. Vor dem habe ich keine Angst. Vielleicht liegt’s aber auch am Beißreflex unserer Medien, die ihn in Grund und Boden schreiben, als wĂŒrde er in Deutschland kandidieren und man die deutschen WĂ€hler ĂŒberzeugen mĂŒsse. WĂ€re natĂŒrlich auch fĂŒr die deutsche Masseneinwanderungspolitik eine kleine Katastrophe, wenn es wieder einmal nicht gelĂ€nge, die Bevölkerung zu ĂŒberzeugen.
    Viel mehr Gedanken mache ich mir ĂŒber Hillary, die weitaus bessere Chancen hat gewĂ€hlt zu werden als Trump. Die halte ich fĂŒr eine verkappte Neokonservative, war fĂŒr den Irakkrieg und hat Amerika in ihrer Zeit als Außenministerin nun weiß Gott nicht von seiner Schokoladenseite prĂ€sentiert. Mal abgesehen davon, dass die Wall Street Hillary ganz heiß findet, und das sollte gerade Linke zu denken geben.

    • Peter Nemschak 1. MĂ€rz 2016 at 12:37 #

      Ihre instinktive Abneigung gegen Clinton dĂŒrfte daher rĂŒhren, dass sie Teil des herrschenden Establishment ist, wĂ€hrend Trump in seiner (berechnenden) Grobheit (fast) etwas VolkstĂŒmliches hat, auch wenn er sehr einfach gestrickt ist. Auch das Volk ruft schnell nach dem Strick, wenn es einen, und sei es einen vermeintlichen, Schuldigen glaubt gefunden zu haben. Anti-Establishment scheint nicht nur in Europa der gegenwĂ€rtige Trend zu sein. Allerdings ĂŒbersehen viele, dass auch Anti-Establishment schnell zu Establishment wird, wenn es an den Hebeln der Macht sitzt. So gesehen hat das Bekannte gewisse Vorteile gegenĂŒber dem Unbekannten.

  5. kaush 1. MĂ€rz 2016 at 10:56 #

    “We Came, We Saw, He Died”
    https://www.youtube.com/watch?v=FmIRYvJQeHM

    So viel zum Thema, Clinton wÀre keine Katastrophe.

  6. kaush 1. MĂ€rz 2016 at 11:12 #

    ErgÀnzend zu Clinton:

    “…Die US-Amerikanerin und Journalistin Diana Johnstone zeigt in ihrem Buch Die Chaos-Königin – Hillary Clinton und die Außenpolitik der selbsternannten Weltmacht, das jetzt im Westend Verlag erscheint (288 Seiten, 20 Euro), dass Hillary Clinton nicht nur im Vergleich zu Sanders, sondern auch generell keine gute Wahl ist.

    Diana Johnstone verdeutlicht anhand zahlreicher Episoden aus Clintons Karriere, die auf das Fehlen eigener Prinzipien und einen unbedingten Aufstiegswillen hindeuten, dass sie schon seit geraumer Zeit eine der Speerspitzen der aggressiven US-Politik ist. Ein Auszug.

    Die Bevölkerung der USA ist der Illusion verfallen, die »Ausnahmenation« zu sein, deren Auftrag die »Gestaltung« der Welt ist. Diese Illusion wird durch die vereinten BemĂŒhungen der Massenmedien, der Intellektuellen des Verteidigungsestablishments, der Unterhaltungsindustrie und der mit Letzterer eng verbundenen Politiker und Kommentatoren aufrechterhalten. Hinter dieser Show steht eine Reihe von Sponsoren.

    Um zu wissen, wer diese Sponsoren sind, kann man sich die Liste der Spender der Clinton-Stiftung ansehen, die Millionen von Dollarangeblich fĂŒr WohltĂ€tigkeit gegeben haben – aber fĂŒr eine WohltĂ€tigkeit, die vor allem ihnen selber nĂŒtzt. Zu den Spendern im zweistelligen Millionenbereich gehören Saudi-Arabien, der pro-israelische Oligarch Viktor Pintschuk und die Saban-Familie, zu den Spendern im einstelligen Millionenbereich Kuwait, ExxonMobil, die »Freunde Saudi-Arabiens«, James Murdoch, Katar, Boeing, Dow Chemical Company, Goldman Sachs, Walmart und die Vereinigten Arabischen Emirate. Dann gibt es noch GeizhĂ€lse wie die Bank of America, Chevron, Monsanto, Citigroup und die unvermeidliche Soros-Stiftung, die lediglich BetrĂ€ge im Bereich von etwa einer halben Million Dollar gespendet haben.

    Was haben die Clintons an sich, was sie so attraktiv macht, gerade fĂŒr Saudi-Arabien?…”
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=31687#more-31687

    Es ist doch auffĂ€llig, dass die grĂ¶ĂŸten finanziellen und militĂ€rischen UnterstĂŒtzer des IS auch Clinton unterstĂŒtzen.

    • Peter Nemschak 1. MĂ€rz 2016 at 19:11 #

      Wenn Clinton die Politik Obamas fortsetzt, heißt das, dass sich die USA zunehmend aus dem Mittleren Osten zurĂŒckziehen und ein Vakuum hinterlassen, das die EU fĂŒllen mĂŒsste. Höchste Zeit zu erkennen, dass sich die Interessenlage der USA seit Ende des Kalten Kriegs verĂ€ndert hat und Europa nicht damit rechnen darf, sicherheitspolitisch von den USA “mitbetreut” zu werden. Besonders aggressiv ist die Außenpolitik der USA zum gegenwĂ€rtigen Zeitpunkt nicht gerade. DiesbezĂŒglich hat Russland den USA lĂ€ngst den Rang abgelaufen.

    • Peter Nemschak 2. MĂ€rz 2016 at 11:00 #

      Also Trump doch die bessere Wahl von den beiden? Alles ist relativ. Die Menschen sind naiv. Sie protestieren gegen die bestehenden Eliten und werden sich immer wieder neue Eliten einhandeln, die um nichts besser sind, weil die Gesellschaft so funktioniert wie sie seit immer funktioniert hat.

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