So scheitert der Flüchtlingsdeal

Beim letzten EU-Gipfel hat Kanzlerin Merkel ihren Flüchtlingsdeal mit der Türkei noch als Erfolg gepriesen. Dabei war damals schon absehbar, dass wieder mehr Boat People kommen. Auch die Rückführungen stocken.

Griechenland und die EU-Grenzschutzagentur Frontex haben seit Inkrafttreten des umstrittenen MerkelDeals im Frühjahr 2016 rund 1400 Menschen von den Inseln der Ostägäis in die Türkei abgeschoben.

Das gab die griechische Polizei in Athen am Donnerstag bekannt. Auf den griechischen Inseln harren derzeit rund 14 000 Flüchtlinge aus. Ihre Lage ist katastrophal, viele wollen nach Deutschland.

Gleichzeitig nimmt die Zahl der Neuankömmlinge wieder zu. Im September waren es 5000, überwiegend Syrer, Iraker und Afghanen – eine Steigerung Jahr um 35 Prozent binnen eines Jahres.

Wie Merkel angesichts dieser Lage von einem Erfolg sprechen kann, ist ihr Geheimnis. Ihr 6 Mrd. Euro teurer Deal hält kaum noch, zudem werden schon wieder neue Flüchtlingsrouten aufgemacht.

So weichen die Schlepper jetzt aus der Türkei auf das Schwarze Meer aus, um in die EU zu kommen. Im Mittelmeer verlagert sich die Route weiter nach Westen, Richtung Spanien.

Und vor Tunesien werden immer mehr Leichen angeschwemmt. Vor zwei Jahren, auf dem Höhepunkt der Krise, löste das noch einen Aufschrei aus. Heute schauen nicht mal mehr die Grünen richtig hin…

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