Wie bestellt: bessere Konjunkturdaten

Das kommt ja wie bestellt: Pünktlich zur Rückkehr von Kanzlerin Merkel aus dem Urlaub überschlagen sich die – scheinbar – erfreulichen Konjunkturdaten.

Deutschland wachse wieder kräftig, Frankreich auch, und die Rezession in der Eurozone neige sich dem Ende zu, so der Tenor etwa im “Handelsblatt”.

Doch in Deutschland zeichnet sich schon wieder eine Abkühlung ab. Und die Eurozone schrumpft weiter – wenn man den Jahresvergleich betrachtet (siehe EU-Pressemitteilung).

Man kann also bisher nur von einer Abschwächung der Rezession sprechen. Und selbst die hätte es wohl nicht gegeben, wenn die Eurozone ihren Sparkurs nicht ein wenig gelockert hätte.

Merkel war übrigens gegen diese Lockerung. Jetzt tut sie wieder so, als habe sie alles richtig gemacht… Mehr zum Thema hier

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4 Responses to Wie bestellt: bessere Konjunkturdaten

  1. Baer 14. August 2013 at 12:46 #

    Merkel kann tun und lassen was sie will,ich nehme sie nicht mehr ernst ( d.h. sehr ernst), und deshalb wird sie und ihre Partei meine Stimme garantiert nicht bekommen.
    Es gibt ja zum Glück Alternativen.

  2. DCWorld 14. August 2013 at 16:17 #

    Das Unverständliche ist ja, dass die Bürger ihr (Frau Merkel) das glauben. Sie ist beliebt, sie hat (gefühlt) ihre schützende Hand über Deutschland und sie ist es die es wohl die nächste Wahl gewinnen wird.

    Wirklich niemand sieht die Dinge die Frau Merkel nicht getan hat bzw. die nachteilig für die europäische Gemeinschaft waren.

    Man kann nur mit dem Kopf schütteln.

  3. Kai Schöneboom 15. August 2013 at 00:46 #

    Guten Abend, oder besser guten Morgen, Herr Bonse,

    ich bin seit langem ein stiller Mitleser Ihres Blogs. Wenngleich ich mit Ihrer Haltung, was das wünschenswerte Ziel “Europas” ist, nicht übereinstimme, so lese ich Ihre Artikel doch immer gerne, und finde mich selbst als “europakritischer” Kandidat häufig bestätigt. Ich darf hinzufügen, dass Ihre Ansichten mich auch als grundsätzlichen Europakritiker bisweilen zum Nachdenken anregen. Dies können “Qualitätsmedien” wie der Spiegel, die SZ, oder die Zeit schon lange nicht mehr.
    Gerade der von mir jetzt kommentierte Artikel zeigt als einer der wenigen in der (deutschen) Medienlandschaft wie die tatsächliche Situation ist.
    Nach jahrelanger Rezession marginale und auch saisonalen Effekten geschuldete “Verbesserungen” als “Aufschwung” zu kennzeichnen zeugt von eiskaltem Wahlkampf.
    In den südlichen Nationen Europas – aber ankommend auch im Norden – herrscht der blanke Terror. Das kann ich recht gut beurteilen, weil ich mich sowohl beruflich, als auch privat häufig dort aufhalte (bei dieser Gelegenheit offenbare ich, dass ich Oberrregierungsrat der Bundesfinanzverwaltung bin). Es ist ein Stück aus dem Tollhaus, dass in den deutschen “Leitmedien” die tatsächlichen Verhältnisse z.B. in Griechenland extrem verharmlost werden. Das ist reinster Sprengstoff! Da stimmen übrigens so gut wie alle Kollegen mit mir überein.
    Wenn wir keine fundamentale Wende schaffen (wie auch immer das möglich wäre- ich weiß es nicht), dann werden uns die heutigen Zeiten alsbald wie ein vergangenes Paradies vorkommen.
    Schön, dass es Ihren Blog gibt.

    Mit freundlichen Grüßen
    K.S.

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