Reiche Regionen werden noch reicher

Es ist wie mit den Menschen: Die Reichen werden immer reicher, die Armen werden abgehängt. Dasselbe Phänomen ereilt nun auch die Regionen in der EU. Ist die Regionalpolitik gescheitert?

Normalerweise kümmert sich kein Mensch um die EU-Regionalpolitik. Doch der Konflikt um das reiche Katalonien, das nicht mehr teilen will, lenkt die Aufmerksamkeit nun auf ein bisher wenig beachtetes Phänomen.

“Die Regionen mit einem Bruttoinlandseinkommen pro Kopf deutlich über dem EU-Durchschnitt sind dank einer Kombination aus Produktivitäts- und Beschäftigungszunahmen schneller gewachsen als die weniger entwickelten.”

So lautet das Fazit des so genannten Kohäsionsberichts der EU-Kommission. Kohäsion heißt Zusammenhalt – eigentlich sollen die EU-Regionalfonds, die immerhin ein Drittel des Budgets ausmachen, das Zusammenwachsen fördern.

Stattdessen geht die Schwere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Ist die Regionalpolitik also gescheitert? Nein, sagt der Vorsitzende des Auschusses der Regionen, K.H. Lambertz.

Denn ohne die EU-Förderung wären die Gegensätze womöglich noch größer. Übrigens profitieren auch die neuen Länder von den EU-Hilfen. Nach dem Brexit könnte der Geldfluss jedoch enden…

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