„Nächste Krise ist unvermeidlich“

Befeuert vom Anleihenkaufprogramm der EZB, vermelden die Finanzmärkte in Europa und Übersee immer neue Rekorde. Doch langsam macht sich Skepsis und Sorge breit.

„Die nächste Krise ist unvermeidlich“, sagte JP Morgan-Chef Dimon. Sie könne von der Geopolitik (Ukraine?), fallenden Rohstoffpreisen oder plötzlichen Zinserhöhungen ausgelöst werden.

Erstaunlicherweise nannte er nicht die Eurokrise. Dabei gilt die beim IWF immer noch als das Hauptrisiko. Und die Verantwortlichen der Eurozone tun nichts, um sie zu entschärfen.

So lassen sie Griechenland seit 8 Monaten hängen – seither wurden keine Hilfskredite mehr ausgezahlt. Die „gute“ Nachricht: Athen bedient seine Kredite trotzdem noch… – Mehr hier

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4 Responses to „Nächste Krise ist unvermeidlich“

  1. Nemschak 12. April 2015 at 17:55 #

    Dass das Finanzsystem nach wie vor labil ist, ist nicht neu, allerdings ist die Stabilität des Bankensystems heute größer als 2008. Dass die nächste Krise kommen wird, ist ein Gemeinplatz. Wann sie kommt, kann auch J.Dimon nicht vorhersagen, offenbar nicht einmal in welchem Marktsegment sie kommen wird. Wenn sie dann tatsächlich kommt, kann J.Dimon behaupten, es immer schon gewusst zu haben. Plötzliche Zinserhöhungen sind unwahrscheinlich, da die großen Notenbanken alles unternehmen, um die Märkte an langsam steigende Zinsen zu gewöhnen. Abzuwarten bleibt, ob ihr Erwartungsmanagement erfolgreich ist.

  2. ebo 12. April 2015 at 18:31 #

    Wie selbstverständlich Sie das hinnehmen! 2008 hieß es, das dürfe nie wieder passieren, alle Finanzprodukte und Märkte müssten reguliert werden. Nun ist es „ein Gemeinplatz“, dass die nächste Krise kommt !? Diesmal könnte es allerdings fatal für die „soziale Marktwirtschaft“ werden; bei der nächsten Krise werden wir wieder vom bösen alten Kapitalismus sprechen!

  3. Nemschak 12. April 2015 at 18:48 #

    Ein kapitalistisches Wirtschaftssystem wird nie frei von Schwankungen und Krisen sein. Es geht um die Auswirkungen. Das Bankensystem ist weltweit wesentlich stabiler als 2008. In einigen Märkten, auch nicht überall, gibt es Überhitzungserscheinungen: jedenfalls in den Aktienmärkten und Teilbereichen der Immobilienmärkte. Dort wird es auch teils kräftige Korrekturen nach unten geben. Wann? Das weiß man erst im nachhinein. Was den bösen alten Kapitalismus betrifft, ist er immer noch dem untergegangenen realen Sozialismus vorzuziehen.

    • GS 13. April 2015 at 15:05 #

      Die Mutter aller Blasen ist allerdings im Anleihemarkt. Bald negative Zinsen für 10jährige deutsche Anleihen. Selbst die Eurokrisenstaaten (mit Ausnahme Griechenlands) zahlen extrem niedrige Zinsen.

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