Merkel und Juncker werden nervös

Was für eine Klatsche! Österreich hat entschieden, eine nationale Obergrenze für Flüchtlinge einzuführen, und dies mit dem Versagen der EU begründet. Nun werden Kommissionschef Juncker und Kanzlerin Merkel nervös.

Juncker fordert plötzlich, einen EU-Sondergipfel zur Flüchtlingskrise einzuberufen. Dabei ist das nicht sein Job – das macht Ratspräsident Tusk. Außerdem ist der nächste Gipfel schon in drei Wochen…

Derweil weigert sich Merkel, auf die Entscheidung aus Österreich zu reagieren. “Kein Kommentar”, sagte ihr Sprecher. Offenbar wurde sie kalt erwischt – bisher war Wien der wichtigste Partner Berlins.

Zusammen haben Deutsche und Österreicher die Asylbewerber aus Ungarn aufgenommen, gemeinsam eine “Koalition der Willigen” gebildet. Kanzler Faymann spielte sogar den Türsteher für Merkels Club.

Aus, vorbei. Nun will Faymann die Grenzkontrollen massiv verschärfen. Und Merkel steht allein im Regen; mit dem hilflosen Juncker wird sie diese Krise jedenfalls nicht mehr bewältigen können.

Aber vielleicht war der österreichische “Alleingang” ja auch mit der Kanzlerin abgesprochen. So kann sie hinterher sagen, sie habe alles versucht, bis zuletzt an EUropa geglaubt – und dann doch noch einlenken…

Mehr zur Flüchtlingskrise hier, zur sturen Haltung in Brüssel und Berlin hier

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