HumanitÀre Krise, made by EU

Jetzt ist es offiziell: Wir haben eine humanitĂ€re Krise mitten in der EU! Das hat der fĂŒr internationale Krisen zustĂ€ndige EU-Kommissar Stylianides eingerĂ€umt. Leider erwĂ€hnte er nicht, wie es dazu kam.

Das Chaos in Griechenland ist nĂ€mlich hausgemacht. Erst erklĂ€rte die EU die TĂŒrkei zum “SchlĂŒsselpartner”, was diese offenbar als Freibrief zur Entsendung Zehntausender FlĂŒchtlinge wertete.

Allein im Januar und Februar kamen so viele Migranten ĂŒber die ÄgĂ€is nach Griechenland wie im ganzen ersten Halbjahr 2015, meldet die Internatinoal Organization for Migration IOM.

Dann beschlossen Österreich, die BalkanlĂ€nder und Mazedonien, Merkels Wort vom “Ende des Durchwinkens” in die Tat umzusetzen – und zogen einen Zaun quer durch die Balkanroute.

Ergebnis: 10.000 FlĂŒchtlinge sitzen in Griechenland fest, bald könnten es 100.000 sein. Europa befinde sich “am Rande einer grĂ¶ĂŸtenteils selbstverschuldeten humanitĂ€ren Krise”, warnt das UNHCR.

Bisher war die EU bekanntlich die Lösung fĂŒr alle Probleme. Nun schafft sie die Probleme sogar selbst – und ist auch noch stolz darauf, “großzĂŒgig” Hilfe zu leisten…

…wobei das hilfsbedĂŒrftige Griechenland gerade mal 300 Mio. Euro bekommt, die wenig kooperative TĂŒrkei hingegen zehn Mal so viel…- Mehr zur FlĂŒchtlingskrise hier, zur Hilfe fĂŒr Griechenland hier 

 

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6 Responses to HumanitÀre Krise, made by EU

  1. kaush 2. MĂ€rz 2016 at 17:57 #

    Kaum zu glauben, aber man kann das Chaos noch weiter steigern:

    “TĂŒrkei verweigert von der Leyen Anflug ĂŒber tĂŒrkische GewĂ€sser”

    “Bundesverteidigungsministern Ursula von der Leyen darf sich die Nato-Parade gegen die FlĂŒchtlingsboote in der ÄgĂ€is nicht vom Hubschrauber aus ansehen. Denn die TĂŒrkei lehnt die Schiffe ab, von der Leyen musste ihren Flug absagen. Der Grund fĂŒr die tĂŒrkische Verstimmung soll in einer ungeschickten Intervention von Angela Merkel gelegen haben…

    …Die Bundesregierung spielt den Streit herunter, rĂ€umt aber ein, dass der Nato-Einsatz trotz der bevorstehenden Landtagswahlen nicht wie geplant starten könne. Es fĂ€nden „zurzeit die notwendigen Detailabsprachen statt“, die Planungen seien aber „auf einem guten Weg“, teilte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Nato-Diplomaten hatten zuvor von einer Blockade durch die TĂŒrkei gesprochen…

    …Der Einsatz der Nato gegen FlĂŒchtlinge und Migranten ist aus MenschenrechtsgrĂŒnden Ă€ußerst umstritten. Die Grenzagentur Frontex etwa lehnt eine RĂŒckfĂŒhrung von Personen in die TĂŒrkei ab, weil die TĂŒrkei alles andere als ein sicherer Herkunftsstaat sei.

    Die Nato dagegen soll dem Wunsch Merkels zufolge Boote mit FlĂŒchtlingen zurĂŒcktransportieren, wenn sie in der NĂ€he der Kriegsschiffe kentern.”
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/02/tuerkei-verweigert-von-der-leyen-anflug-ueber-tuerkische-gewaesser/

  2. Peter Nemschak 2. MĂ€rz 2016 at 17:57 #

    Daher ist es höchst an der Zeit, die lĂ€ngst fĂ€llige faire Verteilung der FlĂŒchtlinge einzumahnen. Wer nicht mitmacht macht sich schuldig.

  3. S.B. 2. MĂ€rz 2016 at 19:33 #

    “Bisher war die EU bekanntlich die Lösung fĂŒr alle Probleme. Nun schafft sie die Probleme sogar selbst…”

    Habe ich mich verlesen??? In welchem Fall war denn die EU bisher die Lösung eines Problems? Sie war schon IMMER das Problem.

    • ebo 2. MĂ€rz 2016 at 19:46 #

      Ironie…

    • Peter Nemschak 3. MĂ€rz 2016 at 06:33 #

      Ist eine Alternative zur EU besser oder vielleicht sogar noch schlechter? So toll lĂ€uft es weder in China noch in den USA. Dass Trump so viele nachlaufen, hat mit der Unzufriedenheit vieler weißer BĂŒrger aus der Unterschicht zu tun. Dies erstaunt angesichts der Gesundheitsreform des demokratischen Establishments, die eben fĂŒr diese Unterschicht im Kongress gegen erbitterten republikanischen Widerstand durchgeboxt wurde. Dankbarkeit ist keine politische Kategorie, Rachsucht der Menschen schon eher. Feindbilder an denen sie sich festmachen kann, lassen sich immer finden. Der in den USA in jĂŒngerer Zeit stĂ€rker sichtbar werdende Rassismus ist ein klares Indiz dafĂŒr.

  4. Peter Nemschak 4. MĂ€rz 2016 at 08:43 #

    Die humanitĂ€re Krise wurde nicht von der EU verursacht sondern durch den BĂŒrgerkrieg in Syrien. Die bisherige (Nicht)Politik der EU hat dazu gefĂŒhrt, dass die Krise durch die Fluchtbewegungen nach Europa getragen wurde und dort interne Konflikte zwischen den MitgliedslĂ€ndern ausgelöst hat, die es zu bewĂ€ltigen gilt. Was man der EU vorwerfen kann, dass manche LĂ€nder nicht in erster Linie humanitĂ€r gehandelt sondern politische Eigeninteressen verfolgt haben.

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