EU kappt Türkei-Hilfen? Von wegen!

Die Türkei kann weiter ungestraft provozieren und drohen. Die EU stellte klar, dass sie weder die Beitritts-Verahdlungen stoppen noch die Finanzhilfen kappen will. Die Meldungen in der deutschen Presse waren falsch.

“EU kürzt Beitrittshilfen”, hatte etwa “Die Welt” gemeldet. Doch Beitrittskommissar Hahn, auf den diese und andere Meldungen zurückgingen, musste zurückrudern.

Zwar werde das eine oder andere Programm gekürzt, doch die Gesamtsumme der Hilfen – stattliche 4,5 Mrd. Euro – wird nicht in Frage gestellt, stellte die EU-Behörde klar.

Auch die Beitritts-Verhandlungen sollen weitergehen – obwohl die Türkei den Niederlanden mit “Sanktionen” droht und mehrere EU-Länder bezichtigt, Nazi-Methoden anzuwenden.

Für die Mehrheit der Beobachter geht das zu weit. Selbst die “Süddeutsche” hat sich für den Abbruch der Gespräche ausgesprochen. Doch die EU-Kommission stellt sich taub.

Die Türkei solle sich im Ton mäßigen – das ist alles, was Brüssel zu den Provokationen von Sultan Erdogan einfällt. Es klingt wie eine Einladung, die EU weiter zu spalten…

Siehe auch: “Rien ne va plus”

 

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7 Responses to EU kappt Türkei-Hilfen? Von wegen!

  1. GS 13. März 2017 at 15:27 #

    Es ist schon kurios, dass man diese Lebenslüge, die Türkei würde jemals der EU beitreten (können), einfach nicht begraben will. Oettinger meinte ja auch, der Beitritt komme dann eben übernächstes Jahrzehnt. Die spinnen doch alle.

  2. Alexander 13. März 2017 at 15:53 #

    Was machen die 15 Staaten, über die in der anderen Meldung berichtet wird, falsch? Vielleicht sollten die einfach mehr pöbeln?

  3. S.B. 13. März 2017 at 16:58 #

    Die EU ist eben ganz überwiegend auf der Seite des Unrechts zu finden.

  4. kaush 13. März 2017 at 18:03 #

    Anabel Schunke beschreibt sehr zutreffend:

    (…)
    …Klar ist jedoch auch: Vielmehr als die Türken unsere „Geiseln“ sind, sind wir Geisel der Türkei. In Deutschland durch den Flüchtlingsdeal und vier Millionen hier lebender Türken noch wesentlich mehr als in den Niederlanden, was ein vergleichbares Handeln erschwert, aber nicht unmöglich macht.

    Was sich jetzt vor allem zeigt, ist die große Fremde zwischen hier lebenden Türken und ihren vermeintlichen europäischen Heimatländern, die man lange Zeit nicht wahrhaben wollte und die sich im Falle ähnlicher Maßnahmen Deutschlands wie in den Niederlanden selbstredend auch hier mit voller Wucht zeigen würde. Denn man identifiziert sich wesentlich mehr mit der Türkei als mit Deutschland. Man konsumiert türkische Medien, nicht die europäischen und hat es so geschafft, seine Parallelwelt über Jahrzehnte aufrecht zu erhalten.

    Umgekehrt rächt sich das nun dadurch, dass sich die Deutschen mit den Niederländern verbundener fühlen als mit den hier lebenden Türken. Das hat mit Erdogan zu tun, aber auch mit dem, was viele Türken ausstrahlen und deren Verhalten sich gegenüber den Deutschen in Erdogan spiegelt. Dass dieses Problem offenbar in allen europäischen Ländern und nicht nur in Deutschland besteht, dass es vor allem auch junge Türken sind, die hier geboren wurden, wirft darüber hinaus einmal mehr die Frage nach der grundsätzlichen Integrationsfähigkeit von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis auf…
    (…)
    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/von-den-niederlanden-lernen/

    Hier braucht man jetzt nicht nach Mama, Papi, oder die EU zu rufen. Zwecklos. Das müssen wir schon selbst bewerkstelligen.

    Und so, wie sich die Frage nach der grundsätzlichen Integrationsfähigkeit von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis stellt, stellt sich auch noch eine andere Frage:

    Fordern wir endlich stringent den Integrationswillen ein, oder machen wir weiter die Augen vor der Realität zu?

  5. hyperlokal 13. März 2017 at 18:13 #

    Politik besteht aus Kompromissen (postmodernes Thinking) ? Dann haben wir jetzt das Europa der faulen Kompromisse!

  6. Werner Fütterer 14. März 2017 at 17:09 #

    Selbst die “Süddeutsche” hat sich für den Abbruch der Gespräche ausgesprochen:
    Wow, seit wann hat die Süddeutsche irgendetwas in Sachen EU zu sagen?

  7. Claus 14. März 2017 at 18:16 #

    Zur erbärmlichen Beschwichtigungspolitik von EU und Berlin gegenüber Ankara fällt mir nur noch ein, was Winston Churchill einmal sagte:
    “An appeaser is one who feeds a crocodile, hoping it will eat him last.”
    Immer noch aktuell, nur haben wir es heute mit einem anderen Krokodil zu tun als zu Churchill`s Zeiten.

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