Steht die EU vor der Spaltung?

Es ist schon erstaunlich, wie schnell der Wind in Brüssel dreht. Jahrelang war es für die EU kein Problem, dass Flüchtlinge ungehindert nach Spanien, Malta, Italien und schließlich auch Griechenland einreisen konnten.

Doch nun, beim EU-Gipfel in Brüssel, bekommt plötzlich die „Sicherung der Außengrenzen“ höchste Priorität. Die Türkei und Griechenland sollen in der Ägäis die Seegrenze dicht machen, fordert plötzlich auch Kanzlerin Merkel.

Bis Juni soll eine neue EU-Küstenwacht stehen, schon im Februar will sich Merkel erneut mit der Türkei treffen, um die ordnungsgemäße Abschottung unseres neuen „Partners“ zu kontrollieren.

Doch die Sache hat einen Haken: Die Türkei fordert einen hohen Preis. Und denn kann die EU bisher nicht bezahlen. Vor allem die Osteuropäer weigern sich, die Zeche zu begleichen.

Und die Westeuropäer möchten keine Kontingent-Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen, wie Merkel dies fordert. Wenn das so weitergeht, könnte auf die Abschottung die Spaltung der EU folgen…

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4 Responses to Steht die EU vor der Spaltung?

  1. Freiberufler 18. Dezember 2015 at 10:48 #

    …und „Wir-schaffen-das-keiner-wird-zurückgeschickt“-Merkel fordert nun, dass die „illegale Migration“ gestoppt werden müsse.
    Natürlich von den anderen.
    Es wäre ein guter Tag für Europa, wenn diese „Kanzlerin“ mal ein Stoppschild gezeigt bekäme. Mit ganz fetter Haltelinie, damit sie richtig auf die Schnauze fliegt.

  2. Peter Nemschak 18. Dezember 2015 at 10:53 #

    Das letzte Gipfeltreffen war tatsächlich enttäuschend. Zumindest hätte man sich einen Konsens darüber gewünscht, wie die Uniformen der zukünftigen Frontex-Matrosinnen aussehen sollen. Schade ! Wenn man Nassib N. Taleb Glauben schenkt, haben viele kleine Krisen, auch die EU ist davon nicht verschont, den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit eines großen Knalls sinkt. Taleb führt als Beispiel den politisch dauerzerrütteten Libanon an. Mit anderen Worten: viele häßliche schwarze Entlein vertreiben den schwarzen Schwan.

    • S.B. 19. Dezember 2015 at 21:14 #

      @P. Nemschak: Nehmen Sie bitte mal die rosarote EU-Brille ab! Von „vielen kleinen Krisen“ kann ja wohl nicht die Rede sein. Die EU befindet sich in schwerem (Krisen-) Fahrwasser und hat keinerlei funktionierendes Krisenmanagement. Dementsprechend steigt die Wahrscheinlichkeit des großen Knalls.

      • Peter Nemschak 20. Dezember 2015 at 11:31 #

        Was heißt rosarote Brille? Nehmen sie es doch mit ein wenig Humor. Das erleichtert ihr Leben und ist gut für Ihre Gesundheit.

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