Ein bemerkenswertes Ja zu CETA

Nach den Gegnern melden sich nun auch die Befürworter des CETA-Abkommens mit Kanada zu Wort. Das wichtigste Ja kommt weder aus Deutschland noch aus Großbritannien, sondern aus – Frankreich.

Gemeint ist Präsidentschaftskandidat Macron, der sich als einziger Bewerber fürs höchste Staatsamt ausdrücklich hinter das Abkommen stellt. Zwar seien die Bedenken, wie sie etwa die Wallonie gestellt hat, berechtigt.

Dennoch werde CETA zu einer Verbesserung der Handels-Beziehungen zu Kanada führen, so der parteilose Liebling der Medien. Das Abkommen solle nur von der EU ratifiziert werden, so Macron.

Das ist interessant, denn Berlin hat durchgesetzt, dass die nationalen Parlamente zustimmen müssen. Deshalb wird CETA nun auch nur teilweise in Kraft gesetzt; Deutschland könnte sogar wieder aussteigen.

Macron findet das offenbar gar nicht gut. Die Handelspolitik sei ein Teil der “europäischen Souveränität”, meint er. Demgegenüber wachen Merkel und Gabriel lieber über die deutsche Souveränität.

Fast könnte man meinen, Macron sei der bessere EUropäer. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass er sich für ein “souveränes Europa” ausgesprochen hat…

P.S. Kann mir mal jemand erklären, warum sich Trump und Trudeau so gut verstehen?

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3 Responses to Ein bemerkenswertes Ja zu CETA

  1. S.B. 14. Februar 2017 at 10:05 #

    “Fast könnte man meinen, Macron sei der bessere EUropäer…”

    Macron ist ein kulturell entwurzelter und deshalb identitätsloser Banken-Lakai. Für ihn gibt es ja auch keine französische Kultur. Was für ein geistiger Kretin! Wenn sich dieser neoliberale Globalist im Pseudo-Sozialisten-Pelz positiv zu CETA äußert, heißt das ja noch lange nicht, dass sich FR positiv zu diesem Machwerk äußert. Sein Rechtsverständnis in Sachen Zustimmungskompetenz der nationalen Parlamente, lässt untrüglich auf seine Agenda schließen.

    “Kann mir mal jemand erklären, warum sich Trump und Trudeau so gut verstehen?”

    Nicht alle Länder folgen dem idiotischen europäischen, insbesondere deutschen Trump-Hater-Modell, mit dem sich die “Elite” gemeinsam in eine ominöse Trump-Angst-Kaskade hineingesteigert hat. Als Millionen illegaler “Flüchtlinge” nach D hineinströmten, hat die Polit- und Medienmischpoke noch groß getönt, Angst sei ein schlechter Ratgeber. Aber bei Trump ist natürlich alles anders. Die geistige Degeneration dieser Leute ist einfach unbeschreiblich.

    Trump scheint sich auch mit dem japanischen Ministerpräsidenten Abe gut zu verstehen, wenn man sich das Bild hier so anschaut: http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-mit-shinzo-abe-lagezentrum-zum-raketentest-im-speisesaal-a-1134445.html

    Nur die europäischen Weltverbesserer machen auf Trump-Hater und stehen damit ganz alleine da. Wie blöd!

  2. Peter Nemschak 14. Februar 2017 at 10:53 #

    Bei Gabriel und Merkel war es keine Frage der Souveränität sondern politischer Opportunismus, nicht zuletzt, weil auch in anderen Mitgliedsstaaten die politischen Kräfte hinsichtlich internationaler Handelsabkommen geteilt sind. Die Linken und die Rechtspopulisten sind aus unterschiedlichen Gründen dagegen. Beide spielen mit der Unsicherheit in der Bevölkerung. Die Linke in Frankreich würde unter ihrem jetzigen Spitzenkandidaten CETA jedenfalls ablehnen, ebenso wie der FN.

  3. Peter Nemschak 14. Februar 2017 at 11:24 #

    @ebo PS Tun sie das wirklich, außer was die gemeinsame gesprochene Sprache betrifft? Trump braucht derzeit keinen Zweifrontenkrieg im Norden und Süden während er gleichzeitig dabei ist, sich an China seine Zähne auszubeißen und am Bündnis Russlands mit dem Iran sein Ego abzuarbeiten. Sorge machen eher die europäischen Nationalstaaten. Sie sollen sich geopolitisch nicht überschätzen. Jeder Alleingang wird sich bitter rächen und ihre Bedeutungslosigkeit bestätigen.

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