“Ein Schulz macht noch keine Föderation”

Wie ernst meint es SPD-Chef Schulz mit seiner Forderung, bis 2025 die “Vereinigten Staaten von Europa” zu gründen? Das fragen sich viele in Brüssel. Aus Athen kommt eine pointierte Antwort.

“Ein Schultz macht noch keine Föderation”, schreibt J. Varoufakis in seinem Blog. Der prominente griechische Ökonom, der mit seiner DIEM25-Bewegung bei der Europawahl 2019 antreten will, bleibt skeptisch.

Als die SPD noch an der Regierung war und Schulz noch Chef des Europaparlaments, habe er nichts für ein föderales Europa getan – und nicht einmal Schäuble in Griechenland gestoppt, so Varoufakis.

Auch im Bundestagswahlkampf habe Schulz das Europa-Thema ausgeblendet. Seine Ankündigung sei daher nur ein taktisches Manöver, um eine neue GroKo mit Kanzlerin Merkel zu ermöglichen.

Das kann durchaus sein. Denkbar ist aber auch etwas anderes: Schulz hängt den Preis für Merkel bewußt so hoch, um sie für ein mögliches Scheitern der Verhandlungen verantwortlich zu machen.

In einer  Minderheits-Regierung könnte er sie dann mit dem Europa-Thema treiben. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Schulz in ein paar Wochen seine eigenen Worte vergessen hat – es wäre nicht das erste Mal…

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