Ein “Hotspot” im Hotbed Libyen?

So kann es gehen, wenn ein Sonnenkönig Außenpolitik im Alleingang macht: Frankreichs Macron möchte noch in diesem Sommer “Hotspots” für Flüchtlinge in Libyen installieren. Geht’s noch?

Macron hatte nach einer Libyen-Konferenz in Paris angekündigt, die “Hotspots” sollten so schnell wie möglich kommen – mit der EU oder auch als rein französisches Projekt. Nicht einmal Italien war involviert.

Durch die Registrierungsstellen für Flüchtlinge sollten Menschen ohne Chancen auf Asyl davon abgehalten werden, mit einer Überfahrt über das Mittelmeer große Risiken einzugehen, heißt es in Paris.

Doch das Vorhaben ist offenbar schlecht durchdacht. “Solche Hotspots müssten militärisch abgesichert werden”, kritisiert “Pro Asyl. “Zudem müssen die Menschen untergebracht werden.”

Ob dies in Libyen unter menschenwürdigen Bedingungen zu erreichen sei, halten nicht nur Flüchtlingsexperten für sehr fragwürdig. Zuletzt hatte sogar das Auswärtige Amt gewarnt.

Die Menschen würde im Hotbed Libyen unter KZ-ähnlichen Bedingungen festgehalten, hieß es in Berlin. Allerdings zeigte Kanzlerin Merkel weniger Skrupel. Ob sich Macron mit ihr abgesprochen hat?

 

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