Eurogruppenchef prangert die EU an

Er sollte einen Ausblick auf die Perspektiven der Eurozone nach dem Brexit – und vor den Wahlen in Frankreich und Deutschland – geben. Stattdessen sagte Eurogruppenchef Dijsselbloem, was alles nicht geht.

Hier ein paar Zitate aus Dijsselbloems Rede beim Jahresempfang des Brüsseler Thinktanks Bruegel:

“The EU has failed to deliver on its main tasks…. We were unable to guarantee to our people prosperity and security…. The EU has not been part of a solution to [angry voters’] problems.… We expanded the EU without at the same time strengthening it. We started projects without finishing them.”

Der Niederländer habe “Selbst-Flagellation” betrieben, was so viel wie Selbst-Auspeitschung heißt, schreibt das Internet-Portal “Politico” in seinem Newsletter.

Gleichzeitig ließ Dijsselbloem jede Vision für die Zukunft vermissen. Trotz Brexit soll die Eurozone nicht vertieft werden. Nur die Bankenunion soll noch kommen – bis 2024, ohne gemeinsame Einlagensicherung.

Offenbar ist der Chef der Eurogruppe in eine tiefe Depression verfallen – was nicht nur mit dem Brexit, sondern auch mit dem Vormarsch der Rechtspopulisten in seiner Heimat zusammenhängen dürfte.

Die ausländerfeindliche Wilders-Partei liegt in den neuesten Umfragen vorn, die Niederlande haben sich immer noch nicht von den Folgen eines verlorenen EU-Referendums im Frühjahr erholt…

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