Bricht Portugal mit Sparkurs?

In Portugal bleibt nach der Wahl alles beim Alten, meldeten unsere Qualitäts-Medien. Sie haben sich getäuscht: Die Sozialisten versuchen, eine Linksregierung zu bilden und den Austeritätskurs zu beenden.

Das Mitte-rechts-Bündnis von Premier Coelho war aus der Wahl am 4. Oktober erneut als stärkste Kraft hervorgegangen, hatte aber die absolute Mehrheit verloren.

Die linken Oppositionsparteien PS und BE sowie das von den Kommunisten geführte Bündnis CDU errangen zusammen mehr als die Hälfte der Sitze.

Anders als in Deutschland, wo es ja auch eine linke Mehrheit gab, versuchen die portugiesischen Sozis nun die Wende. Komisch, dass man in Deutschland davon so wenig hört… – Mehr zu Portugal hier

 

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5 Responses to Bricht Portugal mit Sparkurs?

  1. Peter Nemschak 13. Oktober 2015 at 11:29 #

    Wer soll die Aufgabe des Sparkurses finanzieren? Die privaten Investoren würden dafür eine gehörige Risikoprämie verlangen.

    • Moritz 13. Oktober 2015 at 17:54 #

      Keine Sorge, die EZB drückt die Zinsen schon. Eine angemessene Risikoprämie gibt es
      schon lange nicht mehr. Die EZB kauft zur Zeit 30% der Staatsanleihen der Staaten auf und bald noch mehr. Vielleicht 50%, jedenfalls alles was nötig ist. Schaut nach Japan, es ist das “role model” für die künftige Entwicklung in Europa.

      • Peter Nemschak 14. Oktober 2015 at 08:45 #

        Viel zum Drücken hat die EZB nicht mehr. Auch das Gelddrucken verliert zunehmend an Wirksamkeit. Irgendwann, später als in den USA, werden die Zinsen, wenn auch moderat zu steigen beginnen. Derzeit ist die Weltkonjunktur generell schwach.

  2. Johannes 13. Oktober 2015 at 19:18 #

    Ja bitte, das würde die Eurokrise verschärfen und zum Austritt führen.

    Merkel und die CDU könnten sich ein Nachgeben zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr leisten, ihren Kredit verspielen die ja aktuell bei den Flüchtlingen.

    Ja Portugal, sag bitte NEIN zum sparen *haha

    • Peter Nemschak 14. Oktober 2015 at 08:46 #

      Das haben nicht einmal die Griechen nach der Linkswende geschafft und sich den Verbleib im Euro etwas kosten lassen.

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