Aufschwung kommt nicht an – außer in DE

Der “Aufschwung” kommt nicht bei den Arbeitnehmern an. Viele Arbeiter und Angestellte in der EU verdienen heute sogar weniger als zu Beginn der Finanzkrise 2009. Nur in Deutschland stehen sich Arbeitnehmer deutlich besser.

Dies geht aus einer Studie hervor, die das Forschungsinstitut des Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) veröffentlicht hat. Die Ergebnisse widersprechen den Erfolgsmeldungen, mit denen die EU neuerdings um Zustimmung wirbt.

Der Aufschwung sei mittlerweile in allen 28 Mitgliedsländern angekommen, hieß es noch am Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel.

Tatsächlich schwächt sich die Erholung schon wieder ab, warnt der EGB. Auch die EU-Kommission hatte ihre Konjunkturprognosen zuletzt wieder zurückgeschraubt – vor allem wegen des britischen EU-Austritts und der unberechenbaren Wirtschaftspolitik unter US-Präsident Donald Trump.

Die Zahl der Arbeitsplätze soll 2017 in der EU nur noch 0,9 Prozent wachsen. Einen fiskalischen Stimulus – also einen laxere Budgetpolitik – hatten die EU-Staaten abgelehnt, vor allem Deutschland war dagegen.

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4 Responses to Aufschwung kommt nicht an – außer in DE

  1. DerDicke 14. März 2017 at 17:42 #

    Na dann vergleichen wir mal mit den Einkommen Mitte der 90er in Deutschland. Und bitte mit einer realistischen Inflation. Versuch mal eine normale Wohnung in einer deutschen Großstadt zu finden. Vor 15 Jahren noch 350€ für 60qm warm, jetzt 750€ kalt. Meine Bekannte ist Krankenschwester, 1500€ Netto – 50% nur für die kalte Wohnung in einer durchschnittlichen Gegend.
    Jey, wie gut es uns doch geht!
    Deutschland: Reales Plus von 1993 bis 2013: sagenhafte 2%! Nein, nicht pro Jahr – insgesamt!
    http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=21533

    • ebo 14. März 2017 at 17:53 #

      Klar, aber sie haben nur die Löhne untersucht, nicht die Lebenshaltungskosten. Übrigens sind Athen und Rom mindestens genauso teuer wie Düsseldorf oder Hamburg, trotz Krise…

      • DerDicke 14. März 2017 at 18:50 #

        “stehen deutlich besser” impliziert dass die Reallöhne steigen. Unter Berücksichtigung der Inflation, also der Lebenshaltungskosten.

  2. Peter Nemschak 14. März 2017 at 20:46 #

    Es ist eine Frage der Definition. Gemessen am Wirtschaftswachstum geht es der EU so gut wie schon lange nicht mehr – und das bei allen Mitgliedsstaaten..

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