Angst vor Trump erfasst die Märkte

Im Dax geht es seit Tagen abwärts. Nun hat die Angst vor einem möglichen US-Präsidenten Trump auch die Finanzmärkte in Asien und in den USA erfasst. Erstaunlich – ist Trump nicht wirtschaftsnah genug?

An der Wall Street erreichte der Vix Index, ein “Angst-Index”, neue Höchststände, meldet die “Financial Times”. Die Trader wollten nicht erneut auf dem falschen Fuss erwischt werden, wie beim Brexit.

Der Brexit hatte die “Experten” kalt erwischt, selbst in der Londoner City hatte man keine Ahnung, was im eigenen Land vor sich geht. Danach haben sich die Finanzmärkte allerdings wieder erholt.

Und was passiert, wenn Trump zum neuen Präsidenten der USA gewählt wird? Preisen die Märkte seinen möglichen Wahlsieg schon ein, oder droht dann ein Brexit hoch drei, wie Trump “verspricht”?

Nobody knows. Erstaunlich ist jedenfalls, dass ein Geschäftsmann wie Trump den Börsenprofis an der Wall Street Angst macht. Selbst wenn Clinton den Tradern sicherlich näher steht – wie ihre Mail-Leaks enthüllen…

Siehe zu diesem Thema auch meine aktuelle Umfrage:

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6 Responses to Angst vor Trump erfasst die Märkte

  1. S.B. 2. November 2016 at 15:25 #

    “Erstaunlich ist jedenfalls, dass ein Geschäftsmann wie Trump den Börsenprofis an der Wall Street Angst macht.”

    So erstaunlich ist das gar nicht. Trump hat dem (Wall Street-) Establishment und deren politischen Strohmänner in Washington – allesamt übelste neoliberale Globalisten – klar den Kampf angesagt.

    http://www.epochtimes.de/politik/welt/trump-scharf-gegen-globalisten-fuer-establishment-stehen-billionen-dollar-auf-dem-spiel-a1960100.html

    Was er davon einhalten (kann), werden wir ja sehen. Wenn “die Märkte” vor ihm zittern, deutet dies jedenfalls darauf hin, dass er nicht zu diesem Establishment gehört.

    • ebo 2. November 2016 at 15:28 #

      @S.B. Das Wort “Globalisten” kannte ich auch noch nicht. Interessant…

      • S.B. 2. November 2016 at 16:35 #

        @ebo: Macht nix. Wir lernen ja mittlerweile alle ein Leben lang. 😉

        Ist allemal besser, als das verque(e)re Gender-Geschwurbele, wonach Killary, ähm… Hillary, eine Globalist_*In wäre.

  2. Peter Nemschak 2. November 2016 at 19:12 #

    Dass Investoren vor amerikanischen Präsidentschaftswahlen, insbesondere von so kuriosen wie diesen, ihr Kapital vom Tisch nehmen, erstaunt nicht weiter. Sollte Trump tatsächlich Präsident werden, wird er wie bisher seine einfältigen und dummen Anhänger mit Lügengeschichten unterhalten. Sie wollen nichts anderes. Interessant wird sein, ob und wie die checks and balances wirken, welche die US-Verfassung vorsieht. Eine durchaus mögliche republikanische Mehrheit im Kongress wird wohl nicht nach dem Gusto jener sein, die Trump gewählt haben. Die Wirtschaftsinteressen werden eine allzu unsinnige Wirtschaftspolitik des neuen Präsidenten, aber auch von Clinton, falls sie es schafft, zu verhindern wissen. In jedem Fall höchste Zeit, dass die EU nicht länger versucht, bei den USA Trittbrett zu fahren, stattdessen die USA differenziert für eigene Interessen zu nutzen. Zu unterschiedlich haben sich die Interessen Europas und der USA seit Ende des Kalten Krieges entwickelt. Irgendwie hatte der gemeinsame Feind Sowjetkommunismus etwas Gutes für den Westen.

  3. DerDicke 3. November 2016 at 01:24 #

    “Die Märkte” gehen mir sonstwo vorbei, mit dem täglichen Leben von 99% der Menschheit hat diese Zockerbude ohnehin nichts mehr zu tun.
    Keine Ahnung wo dieser Hype herkommt, von 25 Jahren gab es ein paar Hanseln die Börsenbriefe verfasst und gelesen haben, in den Wirtschaftszeitungen gabe es ein paar Seiten.
    Interessiert es Otto Normalmensch ob der Dax bei 900 oder 90000 steht? Eigentlich nicht wenn ihm nicht eine windige Index-basierte “Altersvorsorge” aufgeschwatzt wurde.

    Und zum Thema: mit Trump habe ich nicht 5% der Angst vor WW3 wie ich mit Killary “ich zeig den Russen in Syrien mal wo der Hammer hängt” Clinton habe.

    • Peter Nemschak 3. November 2016 at 11:44 #

      Für beide Kandidaten ist der zukünftige außenpolitische Spielraum eng. Seit der zweiten Amtszeit von Obama wird ein struktureller Rückzug der USA, die sich bisher als Hüter der Freiheit auf der Welt verstanden haben, immer deutlicher sichtbar. Die amerikanische Gesellschaft sieht sich nicht mehr als Bewahrer einer freiheitlichen Weltordnung. In das entstandene Vakuum ist in Fernost ein immer aggressiver werdendes China hinein gestoßen (militante Ansprüche im Südchinesischen Meer mit Konfliktpotential zu seinen südlichen Nachbarn, Japan und Südkorea). In der Nachbarschaft der EU im Mittleren Osten und Nordafrika wird der amerikanische Rückzug auf sich selbst der EU noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Es ist Zeit, dass die EU erwachsen wird.

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